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Baskets wollen das Achtelfinalticket buchen

Telekom Baskets Bonn : Baskets wollen das Achtelfinalticket buchen

Mit einem Sieg gegen Dijon können die Baskets die K.o.-Runde der Champions League erreichen. Trainer Thomas Päch fordert eine höhere Konzentration im Startviertel

Gießen, Klaipeda, München: Nach drei Auswärstsspielen sehr unterschiedlicher Art kehren die Telekom Baskets am Dienstag (20 Uhr) in den Telekom Dome zurück, wo sie vor heimischem Publikum endlich das Ticket fürs Champions-League-Achtelfinale lösen wollen. Mit einem Sieg aus den letzten beiden Spielen wäre die Mannschaft von Cheftrainer Thomas Päch sicher weiter, doch die Aufgabe ist nicht einfach: Es kommt der Tabellendritte der französischen Liga JDA Dijon.

Bis zum vergangenen Spieltag mussten sich die Franzosen auf heimischem Parkett nur einmal geschlagen geben: Gegen Bonn (66:78), dann kamen sie gegen Saragossa mit 73:105 unter die Räder. Dennoch: beide Teams sind eine Runde weiter, für sie geht es noch um die Platzierungen, denn fürs Achtefinale werden Gruppenersten -vierte zugelost und Zweiten Dritte.

„Wir hätten diese Hausaufgabe gern schon in Klaipeda erledigt“, sagt Päch, aber in Litauen war sein Team völlig von der Rolle. Nach dem verdienten Sieg in Gießen, wo die Baskets am Ende dem Ansturm der Hausherren standhielten, war der desolate Auftritt an der Ostsee ein Rückfall in die schlimmsten BBL-Zeiten dieser Saison, deren Quittung die Tabelle noch immer recht plakativ abbildet.

In Europa lief es für die Baskets deutlich besser

In Europa lief es für die Baskets deutlich besser, doch in der engen Gruppe, in der sie lange auf einer der beiden Spitzenpositionen lagen, rangieren sie jetzt auf dem dritten Platz. „Den Sprung auf Platz eins haben wir nicht mehr in der Hand, aber der zweite ist noch aus eigener Kraft drin“, sagt Päch. Und es könnte sogar ohne Sieg schon am Dienstag reichen.

Wenn Happy Casa Brindisi in Ungarn bei Falco Szombathely gewinnt und Besiktas Istanbul zu Hause gegen Neptunas Klaipeda erfolgreich ist. Dadurch könnte es maximal zu einem Dreiervergleich zwischen Bonn, Besiktas und Brindisi kommen oder zu einem direkten Vergleich zwischen den Baskets und den Italienern. In beiden Szenarien würde Bonn am Ende den vierten Tabellenplatz belegen und damit ins Achtelfinale einziehen.

Auf solche Szenarien will es niemand ankommen lassen. Und deshalb plädiert Päch mit Nachdruck für ein besseres Startviertel als in München, wo die Baskets nach zehn Minuten mit 7:26 zurücklagen. „Zweimal haben wir fast den Ball geklaut, konnten ihn aber nicht festhalten“, blickt Päch zurück. „Dann war München sehr physisch und wir kopflos.“ Päch selbst war damit beschäftigt Ruhe in seine Truppe zu bringen. das gelang und die Baskets arbeiteten sich an den haushohen Favoriten wieder heran.

„Wir haben Moral bewiesen. Und wir haben eine Reaktion auf das Spiel in Litauen gezeigt. Das stimmt mich optimistisch“, erklärte Päch und ergänzte: „Die Wurfquote war unterirdisch, aber 19 Offensivrebounds sagen aus, dass wir wollten. Leider konnten wir nicht, weil München dann auch immer seine Qualität ausgespielt hat. Wenn sie fünf Dreier brauchen, um wieder wegzuziehen, werfen sie halt fünf Dreier.“

Dijon ist ein anderes Kaliber als München, aber auch keines, das man unterschätzen darf. Das sollte von Beginn an klar sein, dann könnten die Baskets nächste Woche ohne den Druck nach Thessaloniki fahren, das letzte Spiel auswärts gewinnen zu müssen – und auch den Rechenschieber im Schrank lassen.