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Telekom Baskets Bonn: Telekom Baskets hoffen auf Sieg gegen Szombathely

Telekom Baskets Bonn : Telekom Baskets hoffen auf Sieg gegen Szombathely

Im Champions-League-Heimspiel am Mittwoch gegen das ungarische Team aus Szombathely können die Telekom Baskets wieder auf Zimmerman zurückgreifen. Breunig und DiLeo fehlen.

Geno Lawrence machte noch eine Extraschicht. Nach dem Vormittagstraining stand der nachverpflichtete Spielmacher der Telekom Baskets für ein paar offizielle Fotos vor der Kamera. Als ihm der erste Versuch, den Ball fotogen auf dem Zeigefinger kreisen zu lassen, misslang, lachte er sehr strahlend und sehr breit. Sobald der Ball sich ordnungsgemäß drehte, schaltete der Rückkehrer im Bonner Spielaufbau auf ganz cool.

Genau das ist es, was sein Team derzeit am dringendsten braucht: Lockerheit und Coolness. Am Mittwochabend (20 Uhr) erwarten die Baskets in der Champions League den ungarischen Meister Falco Szombathely. Nach zwölf Niederlagen in der Bundesliga und zuletzt in Istanbul in der bis dato sehr erfolgreichen Bonner Champions-League-Saison könnte die Ausgangslage kaum schwieriger sein. Und doch will Cheftrainer Thomas Päch mit seinem Team – oder besser dem, was noch davon übrig ist – die europäische Tabellenspitze zurückerobern.

Bojan Subotic plagen muskuläre Oberschenkelprobleme

Martin Breunig (Gehirnerschütterung) und TJ DiLeo (Bänderriss) fallen auf jeden Fall aus. Hinter zwei weiteren von fünf Startern stehen Fragezeichen: Yorman Polas Bartolo erlitt am Freitag bei der Niederlage gegen Braunschweig einen Schlag gegen das linke Knie, Bojan Subotic plagen muskuläre Oberschenkelprobleme. „Jede neue Situation kann auch eine Chance sein“, sagt der Trainer ganz fatalistisch. „Ich kann mich nur auf die Jungs konzentrieren, die da sind. Auf Eventualitäten und Was-wäre-Wenns verschwende ich keine Energie.“

Stephen Zimmerman wird nach überstandener Wundinfektion an der Hand wieder dabei sein, wenn auch mit Trainingsrückstand. Der angesichts der Krise ebenfalls kürzlich nachverpflichtete Alec Brown hat sich inzwischen akklimatisiert. da auch Lawrence trotz eines starken ersten Auftritts noch integriert werden muss, könnte man meinen, das Spiel gegen die Ungarn sei so etwas wie ein Testballon für die wichtige Bundesligabegegnung am Samstag (20.30 Uhr) bei den JobStairs Giessen 46ers. Weit gefehlt. „Wir wollen in der Champions League weiterkommen“, sagt Päch. Außerdem wollen wir uns aus der Situation rausarbeiten und endlich den Erfolg holen, der uns weiterhilft.“

Der den Köpfen weiterhilft, denn da ist die Krise längst angekommen und bricht sich immer dann Bahn, wenn es Gelegenheit zum Nachdenken gibt. Wenn Gegner eine starke Phase im Spiel haben – oder die Baskets eine schwache.

Polas Bartolo musste verletzt raus

Ein bisschen davon konnte Lawrence in der ersten Halbzeit gegen Braunschweig schon abstellen, indem er als Persönlichkeit und Ballverteiler auf Kollegen und Spielstruktur einwirkte. Die Körpersprache der Mannschaft war eine andere als in den Spielen zuvor. Als der Verteidiger deluxe Polas Bartolo verletzt raus musste, gerieten die bis dahin gute Bonner Verteidigung in Probleme und die Baskets ins Hintertreffen.

Schnee von gestern im Fokus des Baskets-Trainers. Jetzt geht es um die Ungarn, deren Heimstärke die Baskets bei ihrer höchsten Niederlage im europäischen Wettbewerb (59:91) zu spüren bekamen. Der direkte Vergleich ist bei minus 32 Punkten so gut wie nicht mehr zu gewinnen. Aber ein Sieg ist gegen die Ungarn mit dem ehemaligen Bonner Ron Curry allemal möglich.

Es wird also eine wenig eingespielte Mannschaft richten müssen. Mit Neuen und Youngstern. Denn auch Kilian Binapfl und Gabriel de Oliveira müssen in die Bresche springen. Speziell auf diese Aufgabe vorbereiten will Päch die beiden nicht. „Klar, rede ich mit ihnen, aber ich versuche grundsätzlich, junge Spieler nie anders zu behandeln als die anderen“, sagt Päch. „Sie müssen lernen, richtig zu trainieren und immer bereit zu sein.“ Vor der Partie sind die Erwartungen nicht allzu hoch. Genau darin könnte die Chance liegen, auf die der ganze Verein und seine Fans hoffen.