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Corona-Fälle in Unterkunft für Flüchtlinge in Swisttal

Quarantäne angeordnet : Zwei Corona-Fälle in Gemeinschaftsunterkunft in Swisttal

In einem Heim für Flüchtlinge und Obdachlose in Swisttal sind ein Mann und ein Mädchen mit dem Corona-Virus infiziert. Nach der Feststellung am Donnerstag wurde für sie Quarantäne angeordnet. Weitere Tests sollen am Dienstag erfolgen.

In der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose hinter dem Rathaus in Swisttal-Ludendorf sind zwei von 28 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Das ist das Ergebnis eines Corona-Tests aller Bewohner der Unterkunft. Es handelt sich um einen Mann und ein Mädchen, die nicht miteinander verwandt sind. Nähere Angabe zu den Personen machte die Gemeinde Swisttal nicht.

Nachdem das Virus am Donnerstag festgestellt worden war, ordnete die Gemeinde eine 14-tägige Quarantäne für den Mann und das Mädchen samt dessen Familie an. Die räumliche Situation in der Unterkunft lasse dies zu, sagte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner auf Anfrage. Ein Sicherheitsdienst ist zur Kontrolle und als Ansprechpartner rund um die Uhr an der Unterkunft anwesend.

Der Malteser Hilfsdienst bringt den Infizierten jeden Mittag eine warme Mahlzeit. Mitarbeiter der Verwaltung und ehrenamtliche Helfer versorgen sie mit Lebensmitteln. Am Dienstag ist laut Gemeinde eine erneute Corona-Testung an allen Bewohnern der Unterkunft (26 Flüchtlinge und zwölf Obdachlose) vorgesehen.

Die Mitarbeiter der Verwaltung, die Kontakt mit den Bewohnern und den Infizierten hatten, wurden ebenfalls auf das Virus getestet. Mit negativem Ergebnis. „Bei uns herrscht trotz der aufgetretenen Fälle absolute Ruhe“, sagte Kalkbrenner dem GA. Man sei auf einen solchen Fall vorbereitet gewesen. Die Integrationsbeauftragte habe im Vorfeld viele Gespräche mit den Bewohnern geführt. Alle Maßnahmen habe der Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Gemeinde umgehend mit dem Kreisgesundheitsamt Kontakt abgestimmt.