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Swisttal und Alfter erhalten Fördermittel von Bund und Land - Rund fünf Millionen Euro

Rund fünf Millionen Euro : Swisttal und Alfter erhalten Fördermittel von Bund und Land

Impekovens Dorfplatz wird barrierefrei, das Schwimmbad Heimerzheim saniert und die dortige Sportanlage umgestaltet. Diese Projekte können dank Fördermitteln nun voranschreiten.

Gute Nachrichten aus Düsseldorf vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung: Die Gemeinde Swisttal erhält bei einer Förderquote von 90 Prozent der förderfähigen Kosten bedeutende Zuschüsse für zwei Großprojekte aus dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“. Gefördert werden die Sanierung und der Ausbau der Laufbahn der Sportanlage Heimerzheim mit 693.000 Euro und die Sanierung des Schwimmbads am Schulcampus Heimerzheim mit rund vier Millionen Euro.

Die Sanierung des Bads ist dringend notwendig. Denn im und am Schwimmbad, gebaut in den 1970er Jahren, bröckelt der Putz, die Fenster sind „blind“, die Räume können dem Bedarf schon lange nicht mehr gerecht werden, die energetische Sanierung ist überfällig. Das Heimerzheimer Bad ist eines von nur noch wenigen Schulschwimmbädern im weiten Umkreis. Bei den Schülerinnen und Schülern der Sekundarschule und gleichfalls der drei Grundschulen gilt es als sehr beliebt.

Mehrere Generationen aus allen Ortsteilen Swisttals haben dort schwimmen gelernt und nutzen bis zum heutigen Tag die Chance zu Erfrischung und Sport. Etwa 12.000 Besucher werden jährlich gezählt. Die DLRG führt die Aufsicht, nutzt das Schwimmbad aber auch zu Ausbildungszwecken und zum Angebot von Kursen.

Der auf verschiedene Ebenen absenkbare Beckenboden ermöglicht vielfältige Angebote zu Wassergymnastik und Aquajogging. Die Volkshochschule Voreifel engagiert sich ebenso wie die DLRG mit Kursangeboten. Ein Teilbereich des Bades steht der Bundespolizei am Standort Heimerzheim zur Verfügung. Wichtige Nutzungsmöglichkeiten bietet das Bad darüber hinaus bei den Aufgaben der Integration und der Jugendarbeit.

„Ich freue mich sehr über die Förderung dieses Leuchtturmprojektes für unsere Schulen, die Jugendlichen, die Bürgerinnen und Bürger, die Integrationsarbeit, den Schwimmsport sowie für die Ausbildung der Rettungskräfte. Aus eigener Finanzkraft wäre dies der Gemeinde schlicht unmöglich gewesen“, sagt Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner.

An der Finanzierung der Städtebauförderung und des Investitionspaktes Soziale Integration im Quartier beteiligt sich NRW mit 198,1 Millionen Euro. 191,3 Millionen Euro kommen vom Bund, die Europäische Union gibt 7,2 Millionen Euro dazu.

Landtagsabgeordneter Oliver Krauß und Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner besichtigen das Heimerzheimer Schwimmbad. Foto: Gemeinde Swisttal

Die guten Angebote, das Schwimmen zu erlernen, und das Sport- und Gesundheitsangebot für alle sehen Kalkbrenner und der Landtagsabgeordnete Oliver Krauß als unverzichtbare Aufgabe der Fürsorge: „Das Erwerben der Schwimm-Kompetenz ist nicht nur eine Vorleistung für gesunde Bewegung, sondern auch eine wertvolle Qualifikation, um gefährliche Situationen im Wasser bestehen zu können.“

Die Entwurfsplanung sieht eine Erweiterung und Umstrukturierung des vorderen Gebäudeteils mit einem einladenden Foyer vor, dazu ein barrierefreier Zugang und behindertengerechte Sanitäranlagen. Neu vorgesehen ist an der Rückseite des Schwimmbads eine Sonnenterrasse, die einen Aufenthalt im Freien ermöglicht. Die vorhandene Technik bleibt im Kern intakt. Neu gedämmt und energetisch saniert wird die Gebäudehülle. Eine neue Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung soll dazukommen. Das Planungsbüro schätzt die Kosten auf 4,5 Millionen Euro.

Sportanlage am Höhenring wird saniert

Die zweite Maßnahme, für die Swisttal Fördergeld bekommt, ist die Sportanlage am Heimerzheimer Höhenring. In den 1980er Jahren wurde die Anlage mit vier 400- Meter-Laufbahnen, Hoch- und Weitsprung- sowie Kugelstoßanlagen gebaut. Aktuell entsprechen die Leichtathletik-Anlagen allerdings nicht mehr den modernen Bedarfen der Sportvereine und insbesondere der Schulen: namentlich den Sportprofilklassen der Sekundarschule.

Die derzeitige Aschenlaufbahn weicht einer Kunststofflaufbahn. Zudem ins Auge gefasst werden zwei Kugelstoßanlagen, die auch als Beachvolleyballfeld genutzt werden können, und eine Weitsprunganlage mit zwei Bahnen.

„Nicht zuletzt für unsere Schulen und besonders für die Attraktivität des Sportprofils unserer Sekundarschule ist das immens bereichernd. Ebenfalls mit Blick auf die künftige Umwandlung der Schule in eine Gesamtschule, mit prinzipiellen Impulsen auch für den integrativen Bereich“, so Kalkbrenner. Die Maßnahmen sollen bis Ende 2024 realisiert werden. 

Alfter bekommt Geld aus dem Programm „Dorferneuerung 2020“

Die Gemeinde Alfter freut sich über Förderung aus dem Programm „Dorferneuerung 2020“ des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen: 328.000 Euro fließen in die Erneuerung des Dorfplatzes Impekoven. Der Gemeinde zufolge wird der Platz nun wie geplant barrierefrei umgestaltet und einen kleinen Park als Generationentreffpunkt erhalten. Ohne die Fördermittel wäre das Projekt nicht möglich gewesen.

„Ich freue mich sehr über diese Förderzusage. Die Umgestaltung des Dorfplatzes Impekoven unterstützt unser Ziel, das Dorfzentrum als Begegnungsstätte aufzuwerten und zu einer wahrnehmbaren Ortsmitte mit Aufenthaltsqualität weiterzuentwickeln“, sagt Bürgermeister Rolf Schumacher. „Diese Förderung ist ein Meilenstein auf dem Weg, in allen Ortschaften zentrale Treffpunkte zu verbessern oder zu schaffen.“ Ilse Niemeyer, Ortsvorsteherin von Impekoven: „Die positive Nachricht ist ein Seelentröster in dieser schwierigen Zeit.“

Einen mit der Bevölkerung erarbeiteten Entwurf für die Umgestaltung des Platzes an der Ecke Unterdorf/Engelsgasse hatte der Gemeinderat bereits im Juli 2018 beschlossen. Einen ersten Förderantrag genehmigte das Land 2019 jedoch nicht, weil zum Antragszeitpunkt der Haushalt für 2019/20 noch nicht feststand.

Dieses Jahr fördert „Dorferneuerung“ nach Angaben des Landes 270 Projekte in 133 Kommunen mit 24,8 Millionen Euro. Bewerben können sich Orte und Ortsteile mit bis zu 10.000 Einwohnern.