In Haus Buchholz: So war die erste Ideenbörse für Unternehmer in Alfter

In Haus Buchholz : So war die erste Ideenbörse für Unternehmer in Alfter

Premiere für Alfterer Firmen: Jeweils nur acht Minuten hatten sechs örtliche Unternehmen Zeit, vor einem geladenen Publikum in Haus Buchholz für ihre Konzepte, Ideen und deren Umsetzungen zu werben.

Dabei konnte das Publikum Anregungen geben, und am Ende die besten Ideen bewerten. Die Ideenbörse - 2012 von der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg (IHK) und der Synergie Vertriebs-Dienstleistung GmbH ins Leben gerufen - tourt durch die Region. Besonders Start-up-Unternehmen sollen dabei die Gelegenheit zur Präsentation erhalten. Mitveranstalter in Alfter war der Gewerbeverein um die Vorsitzende Gabi Haag, auf deren Wunsch nicht nur Start-ups, sondern auch alteingesessene Unternehmen vertreten sein sollten. Die Bewertung verlief mit drei ersten Plätzen (die Unternehmen Grillmais, Privatbüro Plus und Freilicht Bühne Alfter) und drei zweiten Plätzen (Betriebe Ellinghaus 4.0, Seeds Apparel und Alanus-Initiative "Wo lang? Konferenz") ausgesprochen moderat.

"Wir wollten etwas für unsere Unternehmen tun. Dies hier ist eine gute Gelegenheit für Unternehmen, bekannter zu werden", sagte Haag, die ganz "happy" von der großen Resonanz war. Haag, Bürgermeister Rolf Schumacher und Dirk Vianden, Kanzler der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, nahmen in begleitenden Talkrunden Stellung zur Innovation und wirtschaftlichen Entwicklung des Vorgebirgsortes.

Ausgesprochen zufrieden zeigte sich die Freilicht-Wanderbühne, dass sie unter 14 Bewerbungen den Zuschlag erhalten hatte. "Kreativität müssen wir beim Bühnebau zeigen, da der Landschaftsschutzes eine zunehmende Bedeutung hat", erklärte Bühnenmitglied Peter Kraushaar. Beim Auftritt des Privatbüros Plus mit Sitz in Bonn-Röttgen ging es ums Aufräumen. Wie Inhaberin Petra Mellinghoff erläuterte, übernimmt ihr Unternehmen Verwaltungsarbeiten für die Kunden, unterstützt beim Schriftverkehr mit Ämtern, hilft beim Umzug ins betreute Wohnen, entsorgt Überflüssiges und stellt individuelle Notfallmappen zusammen.

Interessant fanden viele Gäste die Verwendung von Grillmais als Alternative zur üblichen Holzkohle, um Grillen umweltfreundlicher zu gestalten. Die abgeernteten Maisspindeln dafür werden aus Italien importiert. "Die Zeit vom Entzünden bis zur fertigen Glut ist sehr viel kürzer als bei Holzkohle. Es gibt keine Rauchentwicklung und keinen Geruch", erklärte Unternehmer Mario Sacilotto.

Nachhaltigkeit ist auch das Credo von Seeds Apparel. Mittels Siebdruck konnten die Besucher ausgelegte T-Shirts mit Motiven selbst bedrucken, zu sehen waren auch aus Pullover und Lkw-Planen recycelte Mützen und Geldbörsen. "Design ist ein Medium im Wandel", stellten die ehemaligen Studenten der Alanus Hochschule Lorenz Kampmeier und Bastian Kesting fest. Die Initiative der Alanus Hochschule "Wo lang? Konferenz" - dazu gehören 30 Studenten - stellte anhand des "Wohnzimmers Alfter" ihre Interpretation der Common Sense-Theorie vor: "Es geht bei Produkten und Veranstaltungen um Austausch mit den Betroffenen", machte Kilian West deutlich. Das Handwerk zukunftsfähig machen möchten die beiden Brüder Patrick und Leon Ellinghaus des gleichnamigen Schreinereibetriebes mit der Synergie von Handwerk und Industrie.

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