Zweiter Versuch: Dorfplatz in Alfter-Impekoven soll umgestaltet werden

Zweiter Versuch : Dorfplatz in Alfter-Impekoven soll umgestaltet werden

Gemeindeverwaltung und Politik hatten bereits im Juli 2018 die Umgestaltung des Platzes an der Ecke Engelsgasse/Oberdorf/Unterdorf auf den Weg gebracht. Allerdings ging die Gemeinde bei der Vergabe von Fördergeldern des Landes leer aus. Nun wagt die Gemeindeverwaltung einen zweiten Versuch.

Neben der neuen Kindertagesstätte wirkt der Impekovener Dorfplatz vielleicht noch ein wenig schäbiger als er ist. Der Asphalt auf der vornehmlich als Parkplatz genutzten Fläche ist rissig und löchrig. Und auch wenn keine Autos auf dem Platz parken, aufhalten möchte man sich dort nicht.

Eigentlich sollte das schon anders sein. Schließlich hatten Gemeindeverwaltung und Politik bereits im Juli 2018 die Umgestaltung des Platzes an der Ecke Engelsgasse/Oberdorf/Unterdorf auf den Weg gebracht. Allerdings ging die Gemeinde bei der Vergabe von Fördergeldern des Landes leer aus. Nun wagt die Gemeindeverwaltung einen zweiten Versuch.

Darum geht es: Im Groben ist folgendes geplant: ein breiterer Zugang von der Straße Unterdorf, Sitzgelegenheiten am Rand, ein dekorativer Ständer für Mai- und Weihnachtsbaum, ein Bouleplatz und ein Motorikparcours am Übergang zum Moselweg, aber kein Abstellraum für die Vereine und keine versetzbaren Bäume. Auch soll der Dorfplatz autofrei sein. Es sollen keine Parkplätze markiert werden, nur die Feuerwehr soll Fahrzeuge auf dem Platz abstellen dürfen.

Erarbeitet hat dieses Konzept das Planungsbüro Hicking aus Adenau. Vorab war die Umgestaltung auch Thema bei runden Tischen mit Vertretern der Impekovener Vereine sowie bei einer Bürgerversammlung. Im

Juli 2018 hatte der Gemeinderat die Umgestaltung mehrheitlich beschlossen.

Nach Angaben der Gemeindeverwaltung haben sich die Pläne für den Platz nach der ersten, erfolglosen Beantragung von Fördergeldern nicht geändert. Dennoch war der Dorfplatz kürzlich erneut Thema im Gemeinderat.

Das Geld: Einstimmig hat der Alfterer Gemeinderat nun beschlossen, mehr Geld für die Umgestaltung des Dorfplatzes zur Verfügung zu stellen. Zwar hatte die Politik bereits im Juli 2018 190.000 Euro dafür freigegeben, musste jetzt aber nachlegen. Damals waren die Verantwortlichen von Gesamtkosten von rund 440.000 Euro ausgegangen, bei einer maximalen Fördersumme von 250.000 Euro.

Für den neuerlichen Förderantrag geht die Gemeinde nun von einer Gesamtsumme von knapp 490.000 Euro aus. Begründet wird das mit einer Anpassung an die derzeitige Marktlage. Bei gleicher Fördersumme muss die Gemeinde daher knapp 50.000 Euro mehr ausgeben.

Nach Angaben der Verwaltung kann das Geld haushaltsintern umgeschichtet werden und aus dem Budget für die Sanierung des alten Oedekovener Hauptschulgebäudes genommen werden. Der dort entstehende Fehlbetrag könne im kommenden Haushaltsjahr wieder ergänzt werden, heißt es in den Ratsunterlagen der Gemeinde weiter.

Der nächste Versuch: Bereits Anfang Januar hatte die Gemeindeverwaltung darüber informiert, dass es in diesem Jahr kein Geld des Landes für den Impekovener Dorfplatz gibt. "Durch den fehlenden, für die Bewilligung des Förderantrages aber erforderlichen Jahresabschluss 2015, konnte der im Juli 2018 gestellte Förderantrag nicht berücksichtigt werden", heißt es dazu in den Unterlagen zur jüngsten Ratssitzung. Ein neuer Antrag könne nun gestellt werden, da mit der Genehmigung des Haushalts 2019/20 durch die Kommunalaufsicht die Voraussetzungen dafür vorlägen, so die Gemeindeverwaltung weiter.

Der Zeitplan: Nach dem erfolgten Eingang des Förderantrags bei der Bezirksregierung Köln geht die Gemeinde nach Angaben von Bürgermeister Rolf Schumacher davon aus, Anfang 2020 eine Antwort zu erhalten. Dann könnte die Umgestaltung starten. "Die Arbeiten sollen nicht vor Karneval beginnen", sagt Schumacher mit Blick auf das Festzelt auf dem Dorfplatz.

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