Radfahrer und Landwirte: Aktion wirbt für mehr Miteinander auf der Apfelroute

Radfahrer und Landwirte : Aktion wirbt für mehr Miteinander auf der Apfelroute

Auf der Rheinischen Apfelroute sind regelmäßig viele Radfahrer unterwegs. Dabei kommt es häufig zu Konflikten mit Landwirten. Nun sollen Piktogramme für ein besseres Miteinander auf der Strecke werben.

Die Rheinische Apfelroute führt Fahrradfahrer auf 124 Kilometern durch die größte Obst- und Gemüseanbauregion Nordrhein-Westfalens. Sechs lokale Schleifen  durch Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg eröffnen zusätzlich Einblicke in die örtlichen Gegebenheiten und lokalen Sehenswürdigkeiten.

"Es läuft wie Rakete", freute sich Alfters Bürgermeister Rolf Schumacher über die große Resonanz. Die hohe Frequentierung der Routen durch Radfahrer hat allerdings auch eine Kehrseite: Nicht selten kommt es zu Konflikten zwischen Radlern und Landwirten, die mit ihren Traktoren auf den Wirtschaftswegen unterwegs sind. Mit dem Aufbringen von Piktogrammen auf den Wirtschaftswegen will die Rhein-Voreifeltouristik als Projektträger nun für ein rücksichtsvolleres Miteinander werben.

Unter dem Schriftzug "Rücksicht macht Wege breit" sind ein Traktorfahrer und ein Radfahrer abgebildet, die einander grüßend begegnen. Als Pilotgemeinde ist Alfter die erste Kommune der Region Rhein-Voreifel, die die schon bundesweit genutzten Piktogramme testweise auf den Wirtschaftswegen aufbringt. "Ziel ist es, mit den Markierungen ein positives Miteinander der verschiedenen Interessengruppen bei der Nutzung der Wege anzuregen", erklärte Schumacher.

Mit Thomas Baumann, Projektleiter der Rheinischen Apfelroute, und Ursula Schüller, die in Alfter für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Mobilitätsmanagement zuständig ist, stellte er das erste Piktogramm an der Kreuzung Rheinweg/Dompfaffenweg in Alfter vor. Auch Ulrich Timmer von der Landwirtschaftskammer und der Gielsdorfer Landwirt Herbert Klein waren am Mittwochmorgen bei der Präsentation dabei.

"Die Zahl der Radfahrer, die die Wirtschaftswege nutzen, ist stark angestiegen", hat Herbert Klein beobachtet. "Leider glauben die Radfahrer, es seien ihre Wege." Häufig käme es deshalb zu unschönen Situationen. "Die Landwirtschaft genießt kein hohes Ansehen in der Bevölkerung", meint er. Schumacher wirbt für Verständnis: "Es ist wichtig, dass die Landwirte ihre Arbeit tun können. Schließlich sorgen sie dafür, dass Zuhause etwas auf den Teller kommt." Zur Radsaison 2020 sollen die Hinweise dann an vielen weiteren Stellen in Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Wachtberg und Swisttal aufgebracht werden.

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