2. Basketball-Bundesliga Pro B: Klassenerhalt für Dragons Rhöndorf kaum noch machbar

2. Basketball-Bundesliga Pro B : Klassenerhalt für Dragons Rhöndorf kaum noch machbar

Das war es dann wohl: Die Dragons Rhöndorf stehen schon nach ihrem ersten Playdown-Spiel am Samstagabend in der 2. Basketball-Bundesliga vor dem Aus. Nach 25 Jahren Bundesliga-Basketball ist der Abstieg in die 1. Regionalliga zwar rein rechnerisch noch vermeidbar. Doch nach der 68:77 (17:16, 22:19, 10:24, 19:18)-Niederlage bei den RheinStars Köln scheint der Weg in den Amateursport vorprogrammiert.

Das rheinische Derby war für beide Teams richtungweisend. Rhöndorf und Köln nahmen nur zehn Punkte in die Abstiegsrunde mit, Coburg 18 und Würzburg 15 Zähler. Gespielt wird mit Hin- und Rückspiel nach dem Modus „jeder gegen jeden“. Zwei Teams steigen ab. Mit einem Sieg hätte die Mannschaft von Trainer Thomas Adelt die Jagd auf Würzburg eröffnen können, da die Würzburger ihr erstes Spiel zu Hause gegen Coburg mit 76:86 abgaben. Doch statt die Distanz zu verringern, sieht es düster aus.

So sehr hatten die Dragons-Anhänger gehofft, dass ihr Team in Köln eine gute Leistung abliefern würde. Und nach zwei Vierteln war die Stimmung beim Stande von 39:35 für Rhöndorf auch von Hoffnung geprägt. Doch ein katastrophales drittes Viertel (10:24) und ein kollektives Versagen der deutschen Spieler machten alles zunichte. Als der ehemalige Rhöndorfer Thomas Michel in der 33. Minute per Dreier das 68:54 für Köln besorgte, waren die RheinStars längst auf der Siegerstraße.

Die ganze Saison schon haben die Drachen im dritten Viertel Probleme. Und dass die deutschen Spieler alles andere als konstant agieren, ist auch nicht neu. Aber ihre Ausbeute in Köln war unterirdisch. Von den 68 Rhöndorfer Punkten steuerte der US-Amerikaner Kwan Waller 32 bei. Der litauische Center Zygimantas Riauka kam auf 27 Punkte und griff sich 23 (!) Rebounds. Beide waren von Beginn an „on fire“. Die restliche Truppe aber brachte in der Offensive nichts zustande. Lotola Otshumbe (2 Punkte), Karl Dia, Yannik Kneesch, Alexander Möller, David Falkenstein (2), Bo Meister (4), Jo Koschade (1) und Anish Sharda enttäuschten, ließen jegliche Zweitliga-Tauglichkeit vermissen. Zusammen steuerten sie nur neun Punkte bei.

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