Handball-Regionalliga: TSV Bonn nach Niederlage nah an der Abstiegszone

Handball-Regionalliga : TSV Bonn nach Niederlage nah an der Abstiegszone

Die Handballer der TSV Bonn rrh. befinden sich in der Regionalliga Nordrhein weiter im freien Fall. Die 24:26-Heimniederlage gegen den TV Korschenbroich erhöht die Negativbilanz der letzten sechs Spiele auf 1:11 Punkte. Damit haben die Beueler nur noch vier Punkte Abstand zum ersten Abstiegsplatz. Dagegen erkämpfte sich der TV Rheinbach M 1883 mit einer couragierten Mannschaftsleistung einen eminent wichtigen 27:24-Auswärtserfolg beim mitgefährdeten VfB Homberg und kletterte auf den zehnten Rang.

TSV Bonn rrh. - TV Korschenbroich 24:26 (14:12): „Die Mannschaft hat sich gegenüber den letzten Spielen gesteigert, doch uns fehlen die einfachen Tore aus dem Rückraum“, war TSV-Trainer David Röhrig mit der Leistung seiner Mannschaft noch nicht einmal unzufrieden. Von Beginn entwickelte sich eine temporeiche Partie, in der es in Hochgeschwindigkeit hoch und runter ging. Die Gäste hatten, angeführt von ihrem Spielmacher Mats Wolf, den die Beueler Abwehr zunächst nicht in den Griff bekam, den besseren Start, setzten sich mit vier Toren in Folge von Nicolai Zidorn von 4:4 (6.) auf 8:4 (10.) ab. Mit dem sich steigernden Torwart Michael Rieder und angetrieben vom starken Simon Röhrig, der als einziger Beueler schon mal aus dem Rückraum traf, und dem im Zweikampfverhalten verbesserten Nils Bullerjahn verkürzte die TSV zunächst auf 7:10 (17.) und erspielte sich mit einem 5:0-Lauf eine 12:10-Führung (22.). Mit 14:12 für die in dieser Phase eindeutig dominierenden Beueler wurden die Seiten gewechselt.

Nach dem Wechsel nahm Korschenbroich mit einer sehr beweglichen 6:0-Abwehr den Beueler Rückraum aus dem Spiel. So waren Beueler Tore nur noch mit Einzelleistungen möglich. Das 20:19 (46.) durch einen Siebenmeter von Florian Benninghoff-Lühl sollte die letzte TSV-Führung sein, denn der TVK setzte sich mit einem 4:0-Lauf über 23:20 (51.) auf 24:21 (52.) ab. Doch die Beueler gaben nicht auf, erkämpften in den folgenden fünf Minuten den 24:24-Ausgleich (57.). Der TVK konterte clever mit einem Doppelschlag von Spielmacher Mats Wolf gegen in dieser Phase glücklose Beueler zum nicht unverdienten 26:24-Sieg.

TSV Bonn rrh.: Meissenburg, Rieder (beide Tor), Benninghoff-Lühl (2/1), Bohrmann, Bullerjahn (6/1), Fischer (2), Ghussen, Krohn (1), Lauktien, Palmen (3), Rath (2), Simon Röhrig (8/1), Rohloff.

VfB Homberg - TV Rheinbach M 1883 24:27 (13:14): „Das war eine Schlacht, in der die jungen Schiedsrichter wie befürchtet überfordert waren. Es war auf jeden Fall ein verdienter Sieg“, war RTV-Trainer Karsten Bohmann-Hesse mit der Einstellung, dem Einsatz und der disziplinierten Spielweise seiner Mannschaft hochzufrieden. Bis zum 11:12 (25.) liefen die Rheinbacher immer einem knappen Rückstand hinterher. Dabei profitierte der VfB mehrfach von Überzahlsituationen. So war Christian Dobbelstein nach zwei mal zwei Minuten bis zur 11. Minute in Gefahr, bei einer weiteren Zeitstrafe die Rote Karte zu sehen. „In dieser Phase haben meine Spieler toll reagiert. Sie haben die teilweise unfairen Körperattacken und zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen ausgeblendet und sich aufs Spiel konzentriert“, lobte Bohmann-Hesse, der die Abwehr vom 6:0-System auf ein etwas offensiveres 5:1-System umstellte.

Als der Homberger Oliver von Ritter nach einem rüden Foul in der 25. Minute die Rote Karte sah, drehte der RTV das Spiel, machte in Überzahl aus einem 11:12-Rückstand eine 14:12-Führung. Mit 14:13 für den RTV ging es in die Pause. Bis zum 16:16 (36.) verlief die Partie ausgeglichen. Mit einem 4:0-Lauf setzte sich Rheinbach auf 20:26 (41.) ab. In der Folgezeit ließen die Gäste zwar einige gute Chancen liegen, die Führung geriet aber nicht in Gefahr. Auch nicht, als der VfB auf 22:23 (55.) verkürzte. Wieder in Überzahl, erhöhten die Rheinbacher auf 25:22 (57.) und verteidigten den Vorsprung bis zum 27:24-Endstand.

TV Rheinbach M 1883: Funke, Thürnau (beide Tor), Breuer, Dick (3), Dobbelstein (2), Genn (3), Künkler, Lönenbach (10/2), Prell, Schmitz, Schöneseiffen (4), Timm Schwolow (2), Voihs (3).