Raubmord: 22-Jähriger nach Mord an Senior in Köln festgenommen

Raubmord : 22-Jähriger nach Mord an Senior in Köln festgenommen

Ein 79 Jahre alter Mann ist am frühen Sonntagmorgen tot in seiner Wohnung in Köln-Deutz gefunden worden. Jetzt wurde ein Tatverdächtiger festgenommen.

Nach dem Tod eines 79-Jährigen in Köln-Deutz hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt. Wie am Donnerstag mitgeteilt wurde, nahmen Fahnder der Polizei am Mittwochnachmittag einen 22-Jährigen in der Wohnung seiner Angehörigen im Stadtteil Bocklemünd fest. Wie berichtet, fanden Nachbarn die Leiche des 79-Jährigen am frühen Sonntagmorgen in dessen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus.

Die Wohnung wurde vor dem Auffinden der Leiche von Unbekannten durchsucht - mutmaßlich vom Täter. Eine Obduktion ergab, dass der Rentner gewaltsam ums Leben kam. In der Nacht zu Sonntag gegen 4 Uhr bemerkten die Nachbarn in dem Wohnhaus an der Neuhöffer Straße, dass die Wohnungstür des nach Angaben der Polizei vermögenden Seniors offen stand. Sie betraten die Wohnung und fanden die Leiche des 79-Jährigen. Daraufhin alarmierten sie die Polizei.

Der nun festgenommene 22-Jährige sitzt mittlerweile wegen des Verdachts des Mordes in Untersuchungshaft. Die Ermittler fanden in der Wohnung, in der er festgenommen wurde, Teile der Tatbeute, darunter einen Laptop und einen Tablet-PC des Todesopfers. "Die Mordkommission war dem Beschuldigten unter anderem dank akribischer Spurenauswertung und zahlreicher Zeugenhinweise schnell auf die Spur gekommen", so die Polizei, die in ihrem Zeugenaufruf am Sonntag auch den Namen des Opfers veröffentlicht hatte, um so möglichst viele Hinweise zu bekommen.

Wie der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Donnerstag auf GA-Anfrage mitteilte, haben sich der Tatverdächtige und das spätere Opfer am Samstagabend in einer Gaststätte in Köln aufgehalten. Es spreche vieles dafür, dass der 79-Jährige den jungen Mann mit nach Hause genommen habe. "Das Verhältnis der beiden Männer zueinander ist aber noch unklar", so Bremer. Das liege auch daran, dass der 22-Jährige sich bislang nicht zu den Vorwürfen äußerte. Für den schnellen Fahndungserfolg sei auch eine gute Spurenlage verantwortlich gewesen. Der 22-Jährige, der keinen festen Wohnsitz hat, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft polizeibekannt, allerdings nicht vorbestraft. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an.

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