Aggua in Troisdorf: Schwimmbad bleibt bis zum Herbst geschlossen

Aufwändige Sanierungsarbeiten nach Brand : Aggua in Troisdorf bleibt bis zum Herbst geschlossen

Das Feuer im Technikbereich des Aggua-Freizeitbads in Troisdorf hat „das Herz der Anlage“ zerstört, die aufwändigen Sanierungsarbeiten werden noch Monate dauern. Teilbereiche konnten jedoch wieder öffnen.

Das Schwimmbad im Aggua-Freizeitbad in Troisdorf bleibt voraussichtlich bis in den Herbst hinein geschlossen. Die aufwändige Sanierung nach einem Brand im Technikraum werde noch viele Monate dauern. Das teilte Aggua-Geschäftsführer Martin Roth am Donnerstag mit. Sachverständige haben Roth zufolge den verursachten Schaden nun größtenteils ermittelt und mit vergleichbaren Fällen gemessen. Dabei seien sie zu dem Ergebnis gekommen, dass das Bad noch längere Zeit geschlossen bleiben müsse, weil die Sanierungsarbeiten sehr aufwändig seien.

Konkrete Angaben zum zeitlichen Ablauf und zur Schadenhöhe könnten derzeit noch nicht gemacht werden. „Die Komplexität liegt darin, dass das ganze Ausmaß des Schadens erst ersichtlich wird, wenn alle technischen Anlagen wieder in Betrieb genommen werden können“, erklärte der Geschäftsführer. Dies könne erst sukzessive geschehen, wenn die „zeitaufwändige Spezial-Reinigung“ abgeschlossen sei. Diese läuft derzeit auf Hochtouren. Bis zu 100 Spezial-Reinigungskräfte seien täglich allein in den vergangenen 14 Tagen damit beschäftigt gewesen, jeden Winkel von Rußpartikeln zu säubern, sagte Roth.

Der Brand war Mitte Januar im Keller des Bads in einem Technikraum ausgebrochen. Brandherd waren die mittleren von acht Elektroverteilungsschränken. Besucher wurden evakuiert, Mitarbeiter der Stadtwerke schalteten für die Zeit der Löscharbeiten der Feuerwehr den Strom ab. Bei Begutachtung der Brandstellen stellte sich heraus, dass eine Leitung oberhalb der Elektroschränke undicht gewesen war. Um ein Volllaufen des Kellers zu verhindern, pumpte das Technische Hilfswerk rund 200.000 Liter Wasser aus dem darüber liegenden Sportschwimmbecken ab.

Roth zufolge wurde durch das Feuer an zentralen Schaltschränken im Technikbereich „das Herz der Anlage“ zerstört. Dieses habe von der Lüftung bis zur Wasseraufbereitung „fast alles in unserem Betrieb“ gesteuert. Daneben seien auch IT- sowie Telefonserver betroffen gewesen. Die Erreichbarkeit sei daher weiter stark eingeschränkt.

Optisch falle der Schaden von Außen weniger auf. „Es geht vielmehr um kontaminierte Räumlichkeiten und hochkomplexe Technik, die individuell für das Aggua angefertigt worden war und nicht so schnell wieder zu beschaffen ist“, erklärte der Geschäftsführer und fügte an: „Natürlich würden auch wir uns wünschen, dass es deutlich schneller vorangeht.“

Trotz der noch mehrere Monate andauernden Arbeiten konnten Teilbereiche bereits wieder öffnen. Der Sportsclub und der Schönheitssalon haben ihren Betrieb wieder aufgenommen. Wenn es nach dem Geschäftsführer geht, soll das Lehrschwimmbecken zeitnah folgen. Roth: „Nun suchen wir mit Hochdruck eine Lösung für das Schul- und Vereinsschwimmen im Lehrschwimmbecken, was sich aufgrund der generell angespannten Badsituation als ausgesprochen schwierig erweist.“ Vorrangiges Ziel sei es, möglichst im März das Schwimmbecken wieder für Schulen und Vereine in Betrieb zu nehmen.