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Champions-League Basketball: Baskets nach Niederlage in Athen

Basketball-Champions-League : Baskets geben sich nach Niederlage in Athen kämpferisch

Trotz einer guten Leistung hat es für die Telekom Baskets Bonn im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei AEK Athen nicht für einen Sieg gereicht.

Mit nahezu greifbarer Enttäuschung in den Gesichtern stellten sich Trainer Will Voigt und sein Center Alec Brown nach der 85:92-Niederlage (26:28, 24:24, 20:12, 15:28) bei AEK Athen den Medienvertretern. Ihre Mienen verrieten, dass für die Telekom Baskets Bonn im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League mehr drin gewesen war. 36 Minuten spielte der klare Außenseiter auf Augenhöhe mit dem mit Stars gespickten Team der Hellenen, um das Spiel am Ende mit einigen Ballverlusten und fünf vergebenen Freiwürfen aus der Hand zu geben. „Alles, was schief gehen konnte, ist am Ende auch schiefgelaufen“, stellte Voigt resigniert fest.

Er bezog sich dabei auf Aktionen wie die von Branden Frazier, dessen Pass beim 80:85 auf die Tribüne ging, weil Teamkollege Donald Sloan nicht mit ihm rechnete. Oder natürlich die besagten Freiwürfe, als beim 83:89 der ansonsten stark aufspielende Joshiko Saibou – mit 19 Punkten Topscorer der Baskets – dreimal in Folge scheiterte, und auch Martin Breunig – mit 16 Punkten und elf Rebounds einer der besten Bonner – wenig später zweimal vergab. Und da die Griechen Spieler wie Keith Langford und Kendrick Ray hatten, nutzten sie diese Schwächen eiskalt aus.

„Er hat unglaublich gespielt“, lobte Voigt AEK-Topscorer Ray, der 27 Punkte erzielte und sechs seiner sieben Dreierversuche im Bonner Korb versenkte. Es brauchte die individuelle Klasse der AEK-Stars, um Bonn zu bezwingen. Die präsentierten sich in der Olympiahalle vom Start weg als unbequemer Gegner, gaben nach Rückständen nie auf und erspielten sich selbst mehrmals Vorsprünge von bis zu sechs Punkten. Athens Coach Ilias Papatheodorou war auf diesen Gegner vorbereitet. „Unsere Fans glaubten nicht daran, dass Bonn ein Team mit viel Qualität hat. Aber wir wussten, wie schwierig es ist, gegen die Baskets zu spielen und haben unser Team auf eine Schlacht über 40 Minuten eingestellt. Am Ende sind wir für unsere Geduld belohnt worden“, sagte er.

Sein Gegenüber auf Bonner Seite lobte die Moral seiner Truppe. Voigt: „Meine Mannschaft hat wirklich gut gespielt und gekämpft. Auch wenn Ray einen Wurf nach dem anderen traf, haben wir nicht aufgegeben und uns immer wieder ins Spiel zurückgekämpft. Sogar in der letzten Minute waren wir noch dran und hatten diese Freiwürfe. Es ist schade für die Mannschaft, die es verdient gehabt hätte, sich mit dem Sieg zu belohnen.“

Team unter Wert geschlagen

Auch Brown fühlte sich mit seinem Team unter Wert geschlagen. „Wir sind mit viel Energie rausgekommen, haben den Ball gut bewegt und hatten viele Assists. Auch unsere Defense war in Ordnung, aber in den letzten Minuten haben wir es aus der Hand gegeben“, sagte der US-Amerikaner, der 16 Punkte erzielte, darunter vier Dreier. Aber die Serie sei noch nicht vorbei.

„Wir nehmen das Positive mit. Alle Spieler sind bereit für das Rückspiel, um mit einem Sieg zurück nach Athen zu kommen", so Brown. Das Positive lässt sich auch mit Zahlen belegen. 24 Assists zeigen, dass die Baskets als Team besser auftraten, auch die Trefferquoten aus dem Feld überzeugten. Mankos waren die Ballverluste, die Freiwurfquote und die Rebounds. Daran müssen die Bonner für das Rückspiel am Dienstag (20 Uhr, Telekom Dome) arbeiten.

„Es steht erst 1:0. Wir werden nach Bonn reisen und versuchen, dort den Sack zuzumachen. Aber ich erwarte eine noch schwerere Aufgabe“, blickte Papatheodorou warnend voraus. Während sein Gegner in der heimischen Bundesliga Pause hat und sich voll auf die Vorbereitung für das Rückspiel konzentrieren kann, spielt AEK noch am Samstag als Tabellenzweiter der A1-Liga gegen den Siebten Iraklis Thessaloniki.