Bornheimer Schwimmbad behält Monat- und Jahreskarten

Eintrittskarten : Bornheimer Schwimmbad behält Langzeitkarten

Die Monats- und Jahreskarten für das Bornheimer Schwimmbad an der Rilkestraße bleiben erhalten. Das hat der Verwaltungsrat des Stadtbetriebs Bornheim (SBB) am Donnerstagabend beschlossen.

Die Entscheidung fiel einstimmig, wobei sich Michael Lehmann (Linke) der Stimme enthielt. Damit gehen ein größerer Rabatt für Familien, aber auch deutlich höhere Zuschläge für die Saunanutzung bei Monats- und Jahreskarten einher. Zudem wird eine neue Saisonkarte (Mitte Mai bis Mitte September) sowie eine weitere Wertkarte eingeführt.Die Ausgangslage: Wie berichtet, wollte der Stadtbetrieb als Badbetreiber die Jahres- und Monatskarten eigentlich abschaffen. Die Begründung: Die Karten würden nach dem Kauf so häufig genutzt, dass sie rechnerisch ein mitunter recht hohes Zuschussgeschäft darstellen.

Dagegen hatte sich nicht nur in der Juli-Sitzung des SBB-Verwaltungsrats Widerstand geregt. Auch hatten Bürger 71 Unterschriften für den Beibehalt der Karten gesammelt. Ein interfraktioneller Arbeitskreis sollte sich dann zwischen der Juli- und der September-Sitzung Gedanken über die Tarifgestaltung machen und einen neuen Vorschlag erarbeiten. Die Debatte: Es habe den Wunsch aus der Bevölkerung gegeben, die Jahres- und Monatskarten beizubehalten, sagte Bernd Marx (CDU) in der Verwaltungsratssitzung. Und das habe man gemacht. Laut Wilfried Hanft (SPD) ist das ein wichtiges Signal zur Kundenbindung. Man müsse aber aufpassen, es bei künftigen Preisänderungen mit Blick auf andere Bäder und das eigene Leistungsangebot nicht zu überziehen.

Tarife für Frühschwimmer gesenkt

Sein Fraktionskollege Rainer Züge wollte wissen, warum denn fast alle Monats- und Jahreskarten fürs reine Schwimmen im Preis gleich blieben, die Jahreskarte "Schwimmen" für Jugendliche aber von 305 Euro auf 308 Euro erhöht werden solle. Das sei zwar rechnerisch richtig, die Botschaft dahinter aber nicht.

Letztlich beschloss der Verwaltungsrat die Jahreskarte für Jugendliche bei 305 Euro zu belassen. Ebenso wurde der Preis für die Jahreskarte für das Frühschwimmen (Erwachsene) von 360 Euro auf 300 Euro gesenkt. Dieser Vorschlag kam von Arnd Kuhn (Grüne), da die Karte mit 360 Euro nicht günstiger als die Summe von zwölf Monatskarten sei und daher keinen Rabatt biete. Tarifbeispiele: Bei den Monats- und Jahreskarten bleibt vieles beim Alten.

Preise für die Sauna steigen

Erwachsene zahlen für einen Monat Frühschwimmen weiterhin 30 Euro, für ein Jahr hingegen nur noch 300 Euro. Die Monatskarte "Schwimmen" bleibt bei 48 Euro, die Jahreskarte bei 462 Euro. Die neue Saisonkarte kostet für Erwachsene 230 Euro.Kinder, Jugendliche und andere Ermäßigungsberechtigte zahlen für einen Monat Frühschwimmen weiterhin 24 Euro (Jahreskarte 240 Euro). 36 Euro werden wie bisher für die Monatskarte "Schwimmen" fällig, für die Jahreskarte besagte 305 Euro. Die Saisonkarte kostet 150 Euro.

Deutlich teurer werden die Saunazuschläge für die Jahres- und Monatskarten. Diese unterteilen sich übrigens nicht mehr in Erwachsene und Jugendliche, vielmehr gilt nun ein Zuschlag für alle. Dieser liegt nun bei 44 Euro für die Monatskarte sowie bei 295 Euro für die Jahreskarte. Billiger wird es hingegen für Familien. Mit der neuen Preisstaffel wird der Rabatt von 15 auf 20 Prozent erhöht. Zudem gilt er nun für Familien ab drei Personen, zuvor waren es vier. Neu eingeführt wird zudem eine weitere Geldwertkarte in Höhe von 200 Euro zum Preis von 160 Euro. Die neue Preistafel soll nach dem Beschluss des Verwaltungsrats ab Donnerstag, 26. September, gelten.

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