Aktionstag Ökolandbau: Ziegenhof in Rösberg öffnet seine Türen

Aktionstag Ökolandbau : Kinder schauen beim Ziegenhof Rösberg hinter die Kulissen

Der Ziegenhof Rösberg öffnete zum Aktionstag Ökolandbau seine Pforten. Ein Highlight der Besucher: Ein Ferkelchen namens „Donald T.“ ähnelte dem amerikanischen Präsidenten.

Angst kennt der zweieinhalbjährige Linus nicht. Mutig steckt er der Ziege ein wenig Heu ins hungrige Maul. Mutter Anne Gildehard - sie ist zum ersten Mal auf dem Gelände des Ziegenhofs Rösberg - gefällt es dort ausgesprochen gut. Ihr ist es wichtig, dass "mein Sohn ein wenig Kontakt zu Tieren hat". Die Familie nutzte die Gelegenheit der offenen Tür, um die zahmen Ziegen, Schweine, Meerschweinchen, Esel, Hühner und Kaninchen an der Weberstraße aus der Nähe zu beobachten und zu streicheln.

Mit einem Tag der offenen Stalltür beteiligte sich der Betrieb in diesem Jahr zum zweiten Mal an den Aktionstagen Ökolandbau NRW, an denen Bio-Höfe, Bio-Handel und Verarbeitungsbetriebe in 200 Veranstaltungen in ganz Nordrhein-Westfalen zum Genießen, Feiern und Informieren eingeladen hatten und die nach 14 Tagen am Sonntag endeten.

"Die Kinder sollten bei uns einmal hinter die Kulissen schauen", erklärte Inhaberin Ilona Kuhnen, die ihren Hof mehrmals im Jahr für Besucher öffnet. Ihre Rechnung ging auch am Sonntag auf. Zahlreiche Familien und Paare nutzten die Gelegenheit, den Hof kennenzulernen oder sich den tierischen Nachwuchs anzuschauen. Der Renner waren die "Kleinen" von Sau Meghan - wegen der Namensgleichheit mit der britischen Herzogin auch schlicht Magda genannt - und Eber Rudi.

Vier schwarze und vier gepunktete Ferkel wühlten im Boden nach Essbaren, liefen durcheinander und machten Unsinn während ihre Mutter sie nicht aus den Augen ließ. "Die Kleinen sind wie Kinder: Fressen, Scheißen und Spielen", erklärte Kuhnen einigen Kindern, die vor dem Gehege saßen. Nur eines der fünf Wochen alten Ferkel hat einen Eigennamen: Donald T. "Die Tolle und der Gesichtsausdruck erinnern an Donald Trump", lachte Kuhnen.

Der neunjährige Matthias findet die Ferkel schlichtweg süß, "weil sie gepunktet sind. Das ändert sich bestimmt, wenn sie älter sind". Benjamin und Beate Halter aus Heimerzheim sind schon oft am Hof vorbeigefahren. "Endlich haben wir es geschafft, hier Station zu machen. Das ist ein Hof, den man auf jeden Fall häufiger besuchen kann".

Wer nach seinem Rundgang an den Gehegen und in den Ställen noch Lust hatte, konnte bei leckerer Ziegenbratwurst, selbst gemachtem Käse und leckeren Kuchen in der Sonne pausieren. Der eine oder andere informierte sich auch über den Zicklein Yoga Kurs, der seit vergangenem Jahr angeboten wird. "Diese Art von Yoga ist eine ganz eigene Erfahrung.

Denn die Teilnehmer schauen nicht nur auf sich selbst - wie beim Yoga üblich -, sondern haben ganz eigene Erlebnisse mit den Tieren. Manchmal kuscheln sie mit einem, an einem anderen Tag klettern sie herum", erzählte Yogalehrerin Scharka Kurreck. Los geht es mit der nächsten Veranstaltung erst wieder im April/Mai.

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