Monats- und Jahreskarten sollen bleiben: Neue Preistafel für Bornheimer Schwimmbad vorgelegt

Monats- und Jahreskarten sollen bleiben : Neue Preistafel für Bornheimer Schwimmbad vorgelegt

Die Arbeitsgruppe für das Bornheimer Schwimmbad legt eine neue Preistafel für das Bornheimer Schwimmbad vor. Die Monats- und Jahreskarten sollen jetzt doch bleiben. Deutlich teurer wird die Sauna.

Die Jahres- und Monatskarten für das Bornheimer Schwimmbad sollen doch bleiben. Das geht aus den Unterlagen für den Verwaltungsrat des Stadtbetriebs Bornheim (SBB) hervor, der an diesem Donnerstag (18 Uhr, Ratssaal) tagt. Der SBB betreibt bekanntlich das Hallenfreizeitbad an der Rilkestraße, der Verwaltungsrat ist sein Aufsichtsgremium. Zudem soll mit einer Saisonkarte (jeweils gültig von Mitte Mai bis Mitte September eines Jahres) eine weitere Zeitkarte eingeführt werden. Wie berichtet, sollten die Zeitkarten nach dem Willen des Stadtbetriebs eigentlich abgeschafft werden, da sie laut SBB rechnerisch ein Zuschussgeschäft gegenüber den Einzelkarten sind. Ein Beispiel: Im Jahr 2018 wurden laut SBB 418 Monatskarten für die Schwimmbadnutzung inklusive Sauna verkauft. Die Gesamteinnahmen dafür belaufen sich nach weiteren Angaben SBB auf knapp 28 500 Euro. Diese Karten seien dann 5914 Mal genutzt worden, was einer rechnerischen Gebühr von knapp 106 500 Euro entspricht.

Entscheidung wurde verschoben

In der Sitzung des SBB-Verwaltungsrats im Juli hatten die Mitglieder eine Entscheidung auf Vorschlag von Bürgermeister Wolfgang Henseler verschoben. Zugleich wurde eine Arbeitsgruppe mit einem Vertreter pro Fraktion eingerichtet, die die Tarifstruktur und die Frage der Kundenbindung nochmals diskutieren sollte. Wie berichtet, hatten Schwimmbadnutzer 71 Unterschriften für die Beibehaltung der Jahres- und Monatskarten gesammelt. Und das soll nun auch so bleiben. Es ist davon auszugehen, dass der SBB-Verwaltungsrat am Donnerstag dem Vorschlag der Arbeitsgruppe folgt. Diese habe die Argumente für die Zeitkarten durchaus nachvollziehen können, sagte Henseler auf GA-Anfrage.

Sauna soll teurer werden

Die Einführung der Saisonkarte (Kosten: 230 Euro für Erwachsene, 150 Euro für Kinder und Jugendliche) sei eine Idee des SBB zur Nutzerbindung gewesen. Man müsse nun sehen, ob diese funktioniere oder nicht, so Henseler. Preislich soll sich bei den Zeitkarten für das reine Schwimmen kaum etwas verändern. Lediglich die Jahreskarte "Schwimmen" für Jugendliche soll von 305 Euro auf 308 Euro steigen. Deutlich teurer sollen indes die Saunazuschläge für die Zeitkarten werden. Bislang liegen diese bei 22 Euro (Monatskarte Erwachsene), 217 Euro (Jahreskarte Erwachsene) sowie bei 20 Euro (Monatskarte Kinder und Jugendliche) und 190 Euro (Jahreskarte Kinder und Jugendliche). Nach den Vorstellungen der Arbeitsgruppe soll es nur noch einen Zuschlag für alle Altersgruppen geben: 44 Euro für die Monatskarte beziehungsweise 295 Euro für die Jahreskarte.

Laut Henseler gibt es bei den Saunakarten aktuell "eine schiefe Situation", da die Zuschläge im Vergleich zu den anderen Eintrittskarten deutlich zu günstig seien. Durch die Preisänderung soll das Verhältnis zwischen Einzel- und Zeitkarten angepasst werden. Generell biete man den Schwimmbadnutzern so viele Möglichkeiten - auch mit den Wertkarten -, dass diese laut Henseler "mit dem Taschenrechner" überlegen könnten, was für sie die günstigste Variante ist.

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