"Kribbelköpp" wandeln auf den Spuren der Boygroups

"Kribbelköpp" wandeln auf den Spuren der Boygroups

Siegburger Band begeisterte an zwei Tagen mit Hits, Balladen und Mundartliedern

Siegburg. (voe) Karnevalshits, Rockballaden und Liebeslieder - mit einem Doppelkonzert feierten am Wochenende die "Kribbelköpp" den Jahresabschluss und den fünften Geburtstag der Band. Knapp drei Stunden lang sorgte das Quintett in der Siegburger Stadthalle für eine Mischung aus rheinischem Frohsinn und weihnachtlicher Besinnlichkeit. Die jeweils rund 600 begeisterten Gäste - ganz überwiegend Jugendliche - waren sich völlig einig: Kölsche Mundart ist in.

Als "Höhner Küken" waren Michael Heidl (Bass, Gesang), Torben Palm (Gesang, Gitarre) und Christian Post (Schlagzeug, Gesang) früher aufgetreten und hatten die Hits ihrer großen Vorbilder aus der Domstadt nachgespielt. Vor fünf Jahren stießen Björn Dittrich (Gitarre, Gesang) und Florian Kremer (Keyboard) dazu - die "Kribbelköpp" formierten sich.

Fortan wurde nicht mehr Fremdes gecovert, sondern eigene Stücke produziert. Mit Erfolg: Fünf CDs haben die jungen Männer bereits eingespielt, diverse Fernseh-Auftritte hinter sich gebracht und in diesem Jahr rund 200 Konzerte gegeben. Allein auf 21 Weihnachtsmärkten sorgten die "Kribbelköpp" für Stimmung.

Erfahrungen mit unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen sind in der Band vereint. Rockig ging''s los in der Stadthalle: Mit "Tu Deine Pflicht" und "Nur schöne Leute" brachte das Quintett das Eis im Nu zum Schmelzen, und manchem im Publikum sah man an, dass er die vorhandene Bestuhlung als überflüssig empfand.

Balladenhaftes, Liebeslieder wie "Komm zurück zu mir" und immer wieder viel Balsam fürs rheinische Gemüt - "Funkemariechen", "Alaaf Schätzje" und "He in Bonn" - ließen die Siegburger die frostigen Temperaturen draußen vergessen. Natürlich durfte angesichts des nahenden Festes mit "Weihnachtsengel" und "Weihnachtszeit" auch Besinnliches nicht fehlen.

Ein langes Intro mit Dudelsackklängen gab es zu "Die Party geht jetzt richtig los" - Folk-Musiker "Freddy the piper", natürlich standesgemäß im Schottenrock auf der Bühne, war am Wochenende einer der Gastmusiker in der Stadthalle. Bei verschiedenen Stücken griff zusätzlich Günter Pütz zur Gitarre, zeitweise standen zwei Background-Sängerinnen mit auf der Bühne.

Eine besondere Überraschung gab es dann bei den Zugaben: Zu "Hä is widder do" tanzten die "Kribbelköpp" in Boygroup-Manier. Ebenfalls kein unbekanntes Terrain für die Fünf, spielten sie doch schon als Vorgruppe von "Bed''n''Breakfast" und "Just Friends".

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