Die Zuhörer fordern mit Beifall eine Zugabe

Die Zuhörer fordern mit Beifall eine Zugabe

Traditionelles Konzert des Rhein-Gymnasiums in Sankt Peter Sinzig

Sinzig. Kein Platz mehr in Sankt Peter: Das traditionelle Adventskonzert des Rhein-Gymnasiums war angesagt, und Schulchef Dieter Lehmann begrüßte das volle Haus. Mehr als 150 Schüler, Lehrer und Gastmusiker hatten zu einer besinnlichen Stunde mit Chor- und Orchestermusik eingeladen, und schon nach den ersten drei Stücken zeigte sich, dass die Musiklehrer - Barbara Franke (Orchester) und Andreas Dietl (Chor) - im Vorfeld ganze Arbeit geleistet hatten.

Erfahren führten beide Musikpädagogen abwechselnd durch das zwölf Werke umfassende Programm. Bei der Auswahl der Stücke wurde dem jeweiligen Leistungsstand der Alterstufen Rechnung getragen. Einfachere, einstimmige Sätze wechselten sich mit kleinen Orchestersuiten ab, bis hin zur fünfstimmigen Chorfuge "Sicut locutus est", von Johann Sebastian Bach (BWV 243).

Andreas Dietl: "Trotz der bekannten Schwächen der unterschiedlichen Register scheuen wird uns nicht vor schwierigen Werken wie dem Magnificat in B-Dur von Francesco Durante." Der Chorsatz dazu wurde extra für diese Aufführung von den beiden Lehrern überarbeitet und zum Teil erst geschrieben.

Auch das Orchester, das sich aus Schülern der unterschiedlichsten Klassenstufen zusammensetzt, zeigte mit Werken von Georg Philipp Telemann und Giovanni Battista Pergolesi, dass die ein halbes Jahr umfassende Vorbereitungszeit fruchtbar genutzt worden war. Als Solisten traten bei diesem Konzert sowohl Ariane Bliss, Violine, als auch Florian Effelsberg, Altblockföte, auf, die ihr Instrument souverän beherrschten und kaum der Führung des Dirigenten bedurften.

Die Chöre der Unter-, Mittel- und Oberstufe, die von dem Singkreis Waldesch unterstützt wurden, zeigten dem begeisterten Publikum, dass auch junge Musiker in der Lage sind, ein Konzert zu gestalten, welches den Vergleich mit ausgewachsenen Ensembles der Region nicht zu scheuen braucht, auch wenn Andreas Dietl zweimal ein Stück abriss, um dann mit der vollen Aufmerksamkeit des Chores fortfahren zu können.

Dies hinderte die begeisterten Zuhörer allerdings nicht, den Musikern noch eine Zugabe abzuverlangen, die diese sichtlich erfreut und auch erleichtert ob des gelungenen Konzertes gerne bereit waren zu geben.

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