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Nehrbauer vertraut seinen Spielern

Bonner SC : Trainer Nehrbauer vertraut seinen Spielern

Nach dem Rückschlag gegen Bergisch Gladbach fordert der Trainer des Bonner SC, Thorsten Nehrbauer, eine Leistungssteigerung in der Regionalliga West. Die Gäste aus Lippstadt erwartet der Coach defensiv orientiert

Große Angst dürften Felix Bechtold und Marc Woller, ihres Zeichens Trainer und Co-Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Lippstadt, beim Besuch der Partie des Bonner SC gegen den SV Bergisch Gladbach 09 am vergangenen Samstag nicht verspürt haben. Lippstadt trifft im Nachholspiel am Mittwochabend (19.30 Uhr, Sportpark Nord) auf den BSC. „Dafür waren wir schlicht und ergreifend zu schlecht“, meinte BSC-Trainer Thorsten Nehrbauer, der auch noch am Sonntag nicht sonderlich gut auf seine Mannschaft zu sprechen war, die gegen den Tabellen-18. mit 0:1 verloren hatte.

So erlebten die Trainer des Aufsteigers, der Tags zuvor bei Rot-Weiss Essen bis zur 70. Minute einen 1:0-Vorsprung gehalten hatte, wie der BSC mit recht einfachen Mitteln in Schwierigkeiten zu bringen ist. Gegen die engagiert vorgehende Bergisch Gladbacher Defensivabteilung fanden die BSC-Akteure mit offensivem Auftrag über die gesamten 90 Minuten keine Mittel.

Den Drang, die Niederlage in epischer Breite zu besprechen, verspürte Nehrbauer am Rande des sonntäglichen Trainings dennoch nicht. Dafür fand der BSC-Coach zur Leistung seiner Schützlinge deutliche Worte. „Da gab es nicht viel zu bereden“, meinte der BSC-Coach. „Alle Spieler, inklusive der Ergänzungsspieler wissen, dass sie versagt haben. Das war in allen Mannschaftsteilen viel zu wenig.“

Gegen Lippstadt am Mittwoch müsse die Mannschaft ihr anderes Gesicht zeigen. „Die Spiele zuvor haben ja bewiesen, dass sie es können.“ Allerdings ist laut Nehrbauer spätestens nach der Blamage gegen Bergisch Gladbach auch klar, dass es für den BSC in der Liga keine leichten Gegner gibt. „Das sollten auch die Fans bedenken, wenn sie am Mittwoch ins Stadion kommen.“ Dort erwartet der BSC-Coach von Lippstadt eine ähnliche taktische Ausrichtung, die auch Bergisch Gladbach zum Dreier verholfen hat. „Auch Lippstadt wird wohl aus einer kompakten Deckung agieren.“

In den nächsten Trainingseinheiten sollen nun Mittel und Wege gefunden werden, wie sich eine dicht gestaffelte Deckung aushebeln lässt. Fehler, wie beim Freistoßtor von Cenk Durgun ließen sich allerdings nicht trainieren. Einen personellen Rundumschlag schließt der BSC-Trainer aus. „Die Jungs brauchen ein gewisses Quantum Vertrauen“, sagt Nehrbauer. „Aber auf der anderen Seite steht natürlich auch die Leistung im Fokus.“

Im Falle von Marcel Kaiser muss sich Nehrbauer keine Gedanken machen. Der schnelle Außenspieler kassierte gegen Bergisch Gladbach seine fünfte gelbe Karte. Cebrail Makreckis, den Nehrbauer am Samstag für Aloy Ihenacho zur Pause in der Kabine ließ, plagen muskuläre Probleme. Sein Einsatz am Mittwoch erscheint zumindest fraglich. Wieder zurück im Kader ist dagegen Linksverteidiger Markus Wipperfürth, der seine Gelbsperre am Samstag abgesessen hat.

„Wir werden gegen Lippstadt eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz bringen“, verspricht Nehrbauer. Sicher ist, dass der BSC am Mittwochabend die nächste Gelegenheit nutzen sollte, den Abstand zur Abstiegsregion zu vergrößern. „Die erste Chance am Samstag haben wir verpasst“, betont der BSC-Trainer. Und nach der Partie gegen Lippstadt kommt am Sonntag Rot-Weiss Essen. Das dürfte für den BSC vielleicht sogar das einfachere Spiel werden. Denn das Beispiel Bergisch Gladbach hat einmal mehr gezeigt, dass sich die Nehrbauer-Elf in der Favoritenrolle nicht sonderlich wohl fühlt.