Amtsübergabe bei der Volkshochschule: Leiterin der VHS Siebengebirge verabschiedet

Amtsübergabe bei der Volkshochschule : Leiterin der VHS Siebengebirge verabschiedet

Die Leiterin der Volkshochschule (VHS) Siebengebirge wurde nach 18 Jahren im Amt in einer Feierstunde im Haus Bachem in den Ruhestand verabschiedet. Viele Politiker würdigten das Wirken der von Hedwig Roos-Schumacher.

„Danke für die vielen Lobesworte, sie machen mich verlegen“, meinte Roos-Schumacher. „18 Jahre – das ist alles so schnell gegangen.“ Sie erinnerte sich schmunzelnd ihres ersten Auftritts in Königswinter. Das war bereits 1996 im Remigiushaus als Referentin des Erzbistums zu einem historischen Thema. 2001 leitete sie dann eine Podiumsdiskussion im Haus Bachem über starke Frauen. „Ich habe Bürgermeister Wirtz widersprochen und gedacht: Die Stelle bekommst du nie…“ Es kam anders. Und nun schloss sich der Kreis.

Seither haben rund 100 000 Teilnehmer Kurse bei der VHS Siebengebirge besucht. „Die VHS ist mehr als ein Arbeitsplatz“, betonte Roos-Schumacher. „All das Schöne, das lasse ich jetzt los. Andreas Meese wird das Amt weiterführen, ich habe ein gutes Gefühl.“ Sie äußerte den Wunsch, dass auch ihr Nachfolger bei seiner Tätigkeit die Unterstützung erfährt, die ihr zuteil wurde. Einen Schlüssel konnte sie ihm noch nicht überreichen („Den brauche ich noch“), aber das Programm, das der Fachausschuss beschlossen hatte. „Arbeiten Sie sich ein bisschen ein, haben Sie viel Freude mit der VHS Siebengebirge“, wünschte sie Meese.

Wirtz hatte die Stationen von Roos-Schumachers Werdegang nachgezeichnet – vom Lehramts-Studium in Köln über die Promotion im Hauptfach Mittlere und Neuere Geschichte, die Dozentenzeit im Fach Französisch an der VHS Troisdorf-Niederkassel bis zur Referentin für politische Bildung beim Erzbistum Köln und dem Start in Königswinter als VHS-Leiterin bis hin zu leitenden Positionen im Zuge der Neuorganisation der Stadtverwaltung.

Städte übergreifende Zusammenarbeit

Wirtz ging auf die Veränderungen an der VHS ein, die geänderte Rahmenbedingungen erforderlich machten und die durch Roos-Schumacher sehr gut umgesetzt wurden. Lob gab es auch für die Identifizierung der VHS mit beiden Städten: Ob bei Stadtjubiläen oder Städtepartnerschaftsfeiern, die VHS habe stets beigetragen. Zuverlässiger Partner sei sie auch bei der Integrationsarbeit während der Flüchtlingskrise und danach. Die gute Vernetzung der VHS vor Ort, aber auch in überregionalen Gremien strich er heraus; so war Roos-Schumacher auch in Gremien und im Vorstand des VHS-Landesverbandes vertreten.

Die VHS Siebengebirge sei Vorreiter bei der Entwicklung eines Programms zur Fortbildung von Betreuungskräften im Offenen Ganztag der NRW-Grundschulen gewesen. „Hier gab es ein Programmangebot, das es sonst noch nicht gab, dann ein auf Landesebene abgestimmtes und standardisiertes Programm.“ Wirtz attestierte Roos-Schumacher ein hohes Maß an Sachkompetenz, Kreativität und auch Beharrlichkeit. „Sie hat sich stets als Teil eines Ganzen gesehen, als Teil des Teams ,ihrer‘ VHS, welches in seiner Gesamtheit viele Erfolge erst ermöglicht hat. Sie war zielstrebig, ergebnisorientiert, dabei aber immer wertschätzend.“

Holger Heuser dankte im Namen des Honnefer Bürgermeisters für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem „Juniorpartner Bad Honnef“. Und Barbara Lorenz-Allendorff meinte: „Was wäre der Landesverband ohne Hedwig Roos-Schumacher?“ Am 9. Dezember werde „die liebe Hedi“ bei der Mitgliederversammlung in Düsseldorf besonders gewürdigt. „Wir werden Dich vermissen“, sagte sie.

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