Konzert von Schläder, Schmitz und Brackelsberg: Tour in Königswinter

Bandkonzert mit eigenen Songs : So waren „Schläder, Schmitz und Brackelsberg“ in Königswinter

Schläder, Schmitz und Brackelsberg haben beim Auftaktkonzert zur „Heimwärts“-Tour in Königswinter nur eigene Songs gespielt. Das Publikum zeigte sich begeistert.

Sie können‘s auch selber – das haben „Schläder, Schmitz und Brackelsberg“ am Samstag beim Auftaktkonzert ihrer Heimwärts-Tour in Königswinter unter Beweis gestellt. Als Coverband hat die Gruppe nicht nur bei ihren „Nit esu kniestich“-Konzerten mehr als einmal das Publikum begeistert – doch würde das auch ausschließlich mit Titeln aus der eigenen Feder klappen? Die Antwort ist ein klares Ja. Bereits beim musikalischen „Willkommen zur Show“ rockte das Publikum im ausverkauften Königswinterer Hof begeistert mit, bei „Raise your Hands“ flogen die Arme in die Höhe, und spätestens ab dem dritten selbst komponierten Song gab es im Saal dann endgültig kein Halten mehr.

Der Enthusiasmus, die Begeisterung und das Herzblut, mit dem alle Musiker bei der Sache waren, war vom ersten Takt an spürbar und ließ den Funken im Handumdrehen überspringen. Getragen von der Begeisterung der Fans liefen Miriam Brackelsberg, Ralph Müllenschläder, Norbert Schmitz und die acht weiteren Bandmitglieder zur Höchstform auf und gönnten sich bei dem zweistündigen Konzertprogramm kaum eine Atempause. „Es macht einfach nur Spaß, mit einer so tollen Band auf der Bühne zu stehen und einen schönen Abend zu haben.“ Man freue sich zudem „wie Bolle“, dass so viele gekommen seien, „um unsere eigenen Songs zu hören“. Die Nervosität im Vorfeld war jedenfalls unnötig. „Wir haben letzte Nacht alle nicht geschlafen“, hatten Brackelsberg und Co. kurz vor Konzertbeginn verraten. „Zwar spielen wir ja jede Woche vor Publikum, aber eben nicht unsere eigenen Songs. Das Konzert heute ist eine ganz andere Nummer.“ Tatsächlich hat sich die Gruppe mit der „Heimwärts-Tour“ einen alten Wunsch erfüllt: „Jeder Musiker träumt doch davon, einmal seine eigenen Sachen präsentieren zu können.“

Nächstes Benefizkonzert findet 2020 statt

Der Zeitpunkt war ideal, da „Nit esu kniestich“ in diesem Jahr pausiert und das nächste Benefizkonzert erst 2020 im renovierten Bad Honnefer Kursaal stattfinden wird. Gespielt wurden am Samstag im Königswinter Hof fast ausschließlich Eigenkompositionen, „nur einen Coversong haben wir als Zugabe mit dabei“, so „Nobby“ Schmitz. Bis auf ein paar ältere Titel, die teilweise in ein neues Kleid gesteckt wurden, sind viele Songs noch taufrisch.

„Wir haben die Zeit genutzt und viel geschrieben. Besonders in der Endphase vor dem Konzert, als es langsam ernst wurde, kam ein neues Stück nach dem anderen hinzu“, berichtete Müllenschläder.

„Heimwärts“ ist dabei nicht nur Titel eines Lobliedes auf „Zuhause“, sondern auch Programm: Mit ihren eigenen Kompositionen kehren Schläder, Schmitz und Brackelsberg zurück zu ihren musikalischen Wurzeln und Vorlieben: „Wir kommen ja alle aus anderen Musikrichtungen.“ Ob Pop, Rock oder Funk, auf Englisch, Hochdeutsch oder Kölsch, ob wummernde Beats, heiße Riffs oder sanfte Töne, es gab von allem etwas. Ein Heimspiel hatte die Band am Samstag obendrein: „Wir schauen hier in so viele Gesichter, die wir kennen.“

Empfohlen hat sich an diesem Abend auch der Königswinterer Hof als Location. „Das Ambiente ist einfach toll und das Team macht einen ganz tollen Job hier“, lobte Brackelsberg. Auch das Publikum fühlte sich in der stimmungsvollen Atmosphäre des ehemaligen Königswinterer Stadttheaters wohl und feierte ausgelassen bis spät in den Abend.

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