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Kommentar zur Viktoriabrücke: Fast pünktlich

Kommentar zur Viktoriabrücke : Fast pünktlich

Die Sperrung der Viktoriabrücke hat nicht solange gedauert wie gedacht. Eine gute Leistung des Tiefbauamts, kommentiert unser Autor. An anderen Stellen müssen Bonner länger warten.

Baustellenkoordinator in Bonn zu sein, ist ein undankbarer Job. Egal, welche Route man sich durch die Stadt aussucht: Mindestens eine Baustelle – ob am Kanal, an einer Brücke oder der Autobahn – begegnet einem garantiert. Wem dabei schon der Kopf raucht, der kann sich vorstellen, welche Gedanken sich die Frau oder der Mann machen muss, der sich die Umleitungsstrecken für die ganze Stadt überlegt. Ob es diesen Job wirklich im Stadthaus gibt – keine Ahnung. Auf jeden Fall gibt es aber ein Baustellenmanagement, das sich darum kümmert. Mal mehr, mal weniger erfolgreich.

In Sachen Viktoriabrücke ist es gut gelaufen. Obwohl die Sperrung ursprünglich gar nicht geplant war. Die Corona-Krise hatte alles ins Stocken gebracht. Erst schaffte es das Tiefbauamt um seinen Leiter Peter Esch, die Brücke nur elf statt 14 Tage dichtzumachen. Gut, am Ende mit zwei Stunden Verzögerung, die viele Verkehrsteilnehmer sicherlich geärgert haben. Dennoch war dies eine sportliche Leistung. Im Dienstleistungszentrum wartet man länger auf einen Termin.

Bleibt nun zu hoffen, dass auch das Endenicher Ei pünktlich nach den Sommerferien fertig wird. Derzeit sind durch die Coronakrise deutlich weniger Autos auf den Straßen unterwegs, als in den Ferien üblich. Staus gibt es rund um die Anschlussstelle trotzdem. Sollte der Verkehr im August stark zunehmen, wird die Situation nicht mehr so entspannt sein.