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Neue Programmgeschäftsführerin: Lindenau will Phoenix digital besser positionieren

Neue Programmgeschäftsführerin : Lindenau will Phoenix digital besser positionieren

An einem ereignisreichen Tag wurde Eva Lindenau offiziell als neue Programmgeschäftsführerin beim Bonner Ereignissender Phoenix von Kollegen, Journalisten und Vorgesetzten begrüßt. In den nächsten Jahren will sie den Kanal vor allem digital besser aufstellen.

Die Ereignisse des Tages überschlugen sich wieder einmal im Minutentakt: Gerade erst war das aktuelle Programm bei Phoenix geändert worden, um ausführlich über die überraschende Bewerbung von Norbert Röttgen für den CDU-Vorsitz zu berichten, in wenigen Augenblicken sollte eine Schwerpunktsendung zur Rente auf Sendung gehen – und dennoch nahmen sich Journalisten, Kollegen und Vorgesetzte gestern Mittag Zeit, um Eva Lindenau als neue Programmgeschäftsführerin zu begrüßen.

„Sie weiß genau wie ARD und ZDF ticken und ist daher bestens geeignet für die von beiden Sender getragene Einrichtung“, freute sich WDR-Intendant Tom Buhrow bei der offiziellen Amtseinführung der neuen Programmchefin. „Sie ist als Journalistin und Juristin die Richtige, um den Sender in der öffentlich-rechtlichen Programmfamilie von ARD und ZDF zu vertreten“, ergänzte Buhrow. „Und wir sind eine gute Familie.“

Vorgänger Fuhst wechselte zu ARD-Aktuell

Lindenau tritt die Nachfolge von Helge Fuhst an, der im vergangenen Oktober als zweiter Chefredakteur zu ARD-Aktuell nach Hamburg gewechselt ist und gestern offiziell verabschiedet wurde. Auch für ZDF-Intendant Thomas Bellut ist mit Eva Lindenau eine ideale Nachfolgerin gefunden worden.

„Sie ist eine Journalistin mit großer Erfahrung und eine Juristin, die über hervorragende wirtschaftliche Kompetenzen verfügt“, sagte er. „Phoenix leistet in Zeiten zunehmender demokratiefeindlicher Tendenzen und Falschmeldungen einen wichtigen Beitrag zur politischen Meinungsbildung und stärkt damit gleichzeitig die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland“, ergänzte Bellut.

Ihr neues Amt hat Lindenau bereits im November übernommen. Seit vier Monaten ist die 44-Jährige gemeinsam mit Michaela Kolster für das Programm des Senders verantwortlich. Seit November 2019 moderieren die beiden Journalistinnen abwechselnd die politische Diskussionsrunde „Unter den Linden“ mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. „Phoenix wird auch in Zukunft die Plattform sein, um Politik erlebbar zu machen. Wir stehen für Ereignisse in Echtzeit, für vertiefende Einordnung und für Meinungsvielfalt in Debatten. Also für das ganze Bild“, so die neue Programmchefin.

Das habe der Sender gerade erst bei der Thüringen-Krise bewiesen, wo Phoenix schneller als die meisten Mitbewerber über die Ereignisse berichtete hätte. „Wir beleuchtet das Geschehen von allen Seiten, damit sich die Menschen ihre eigene Meinung bilden können. Damit leistet Phoenix einen überaus wertvollen Beitrag zum Funktionieren unserer Demokratie“, so Buhrow.

„Das Zusammenspiel von Bonn und Berlin funktioniert wunderbar“

In den kommenden Jahren will Eva Lindenau den Ereignis- und Dokumentationskanal vor allem digital besser positionieren. „Dafür werden wir gemeinsam alte Strukturen aufbrechen und neue Wege beschreiten“, versprach die neue Chefin ihren Mitarbeitern. „Wir werden linear und digital der Anbieter für erlebbare Politik sein.“

Phoenix ist sowohl in Bonn als auch in Berlin vertreten. „Wir fühlen uns in Bonn und Berlin sehr wohl und das Zusammenspiel von der Zentrale in Bonn und einer Dependence in Berlin funktioniert wunderbar“, betonte Uwe-Jens Lindner, Leiter Stabsstelle Kommunikation und Marketing, am Rande der Veranstaltung.

Lindenau wurde 1975 in Düsseldorf geboren. Sie studierte Jura in Köln und legte dort 1999 ihr erstes juristisches Staatsexamen und 2020 ihr zweites in Düsseldorf ab. Anschließend besuchte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule. Es folgten Station bei ZDF, NDR, ARD sowie WDR. Seit November 2019 ist sie Phoenix- Programmgeschäftsführerin am Sitz des Senders am Langen Grabenweg in Bonn.