Fahrscheinloser Tag im VRS

Verkehrsverbund denkt über Wiederholung nach

Einer der sechs geliehenen E-Busse, die für die SWB unterwegs sind.

Symbolfoto.

BONN/REGION. Der Fahrscheinlose Sonntag ist bei den Fahrgästen gut angekommen. So bilanziert der Verkehrsverbund Rhein-Sieg den vergangenen Sonntag, wo fürs Bus- und Bahnfahren niemand zu zahlen hatte.

Konkrete Zahlen, wie viele Bürger vom kostenlosen, fahrscheinlosen Sonntag im gesamten Gebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) Gebrauch gemacht haben, gibt es nicht.

Dennoch scheint die Idee nach Auskunft von VRS-Pressesprecher Holger Klein gut angekommen zu sein: „Grundsätzlich würden wir den ticketfreien Tag als Erfolg verbuchen, wir haben viel positive Rückmeldungen von Fahrgästen bekommen, und auch im Vorfeld war das Interesse sehr groß. Über langanhaltende Überlastungen der Fahrzeuge haben wir keine Informationen.“ Genauere Zahlen würden dem VRS zumindest für Regionalbahnen und S-Bahnen erst im nächsten Monat vorliegen.

Darüber hinaus verwies der Verbund für eine Bilanz an die kommunalen Verkehrsträger. Veronika John von den Bonner Stadtwerken Bus und Bahn hat zwar keine Anhaltspunkte über zusätzliche Auslastungen im Vergleich zu einem gewöhnlichen Sonntag. „Wir begrüßen aber eine solche Marketingaktion, die für Umstieg auf den Nahverkehr wirbt.“

Die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft, die im Kreis verkehrt und mit manchen Bussen auch nach Bonn hineinfährt, teilte mit: „Wir hatten punktuell mehr Fahrgäste als an einem gewöhnlichen Sonntag. Dies war um 10 Uhr und am frühen Nachmittag spürbar.“ Es habe aber keine übervollen Busse gegeben. Vermutlich, so Melanie Schwanke aus dem Marketing, sei das kostenlose Angebot bei „angenehmeren Temperaturen intensiver genutzt worden“.

Der VRS denkt darüber nach, den fahrscheinlosen Tag turnusmäßig einmal im Jahr anzubieten. Man wolle sich in den nächsten Wochen, wenn auch die Zahlen vorliegen, mit den Verkehrsunternehmen zusammensetzen, alles weitere besprechen und gemeinsam entscheiden.