Nachbarschafts-Café: Neubürger wollen in Lengsdorf etwas verändern

Nachbarschafts-Café : Neubürger wollen in Lengsdorf etwas verändern

"Uns verbindet die Nähe", sagt Dagmar Markus. Sie und ihre Freundin Beate Wehmeyer haben das Nachbarschafts-Café in Lengsdorf vor einigen Monaten ins Leben gerufen. Bei Waffeln mit Puderzucker, Kaffee und Dinkel-Vollkorn-Apfelkuchen trafen sich die Nachbarn am Samstagnachmittag bereits zum dritten Mal im Vorhof des Heimatmuseums, tauschten Erfahrungen und Aktuelles rund um ihren Stadtteil aus.

Thema waren dabei unter anderem die Bänke vor der Kirche, die Baustellen im Ort oder der Umstand, dass die Haltestelle am Lengsdorf Bach zu kurz gebaut worden ist (der GA berichtete jeweils). Alle zwei bis drei Monate werden für das Treffen Bierbänke vor dem Museum aufgestellt.

"Die letzten Male ging es hauptsächlich darum, sich kennenzulernen. Wir planen aber auch gemeinsame Wanderausflüge, musikalische Abende oder wollen Aquarellmalkurse anbieten", berichtete Wehmeyer, während sie sich noch ein Stück Kuchen gönnte. Insbesondere bei den neu hinzugezogenen Bürgern erfreuen sich die Treffen inzwischen großer Beliebtheit. Sie sind es auch, die mit einbezogen und einander vorgestellt werden sollen, dazu gehören auch die jungen Kleinfamilien.

Den beiden Frauen und auch den restlichen Gästen geht es künftig auch darum, etwas in Lengsdorf zu verändern und politisch aktiv zu werden: "Wir würden gerne in der kommunalen Politik mitwirken und Gesprächsrunden mit fachkundigen Personen veranstalten", so Markus, die außerdem im Vorstand des Heimat- und Verschönerungsvereins sitzt und sich durch das Nachbarschafts-Cafe auch mehr Interesse der Bewohner an den verschiedenen Lengsdorfer Vereinen erhofft. Am Samstag ging es aber erst einmal nur darum, bei netter Gesellschaft das Wetter zu genießen.