Duisdorfer Innenstadt: CDU möchte mehr Toiletten in der Einkaufszone

Duisdorfer Innenstadt : CDU möchte mehr Toiletten in der Einkaufszone

Wer in der Duisdorfer Einkaufszone unterwegs ist und mal muss, hat zwei Möglichkeiten: Entweder er schafft es noch bis zum Rathaus, denn dort sind die Toiletten im Keller während der Öffnungszeiten öffentlich zugänglich. Oder er muss die sanitären Anlagen am Kirchplatz ansteuern.

Und das bedeutet: Augen zu und durch. Schon 2011 hatte die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung beantragt, dort für bessere Zustände zu sorgen, da die Bürger sich scheuten, sie zu betreten. Außerdem wurde eine bessere Beschilderung gefordert.

Diesen Antrag hat sie im April dieses Jahres wiederholt - in den letzten beiden Jahren habe sich am "verwahrlosten Zustand" der Anlage nicht viel verbessert. Auch bei den Überlegungen, eine weitere Toilettenanlage in der Duisdorfer Innenstadt einzurichten, habe sich wenig bewegt, so die Begründung der Fraktion.

Jetzt soll sich etwas tun: Die Stadtverwaltung hat zumindest angekündigt, in naher Zukunft Hinweisschilder am Rathaus und in der Rochusstraße aufzustellen. Dazu habe es im Mai einen Ortstermin gegeben. Danach wolle man erst mal beobachten, ob die "deutliche verbesserte Beschilderung" zu vorhandenen Toiletten "zu einem Erfolg führt" oder nicht, bevor man über eine weitere Anlage nachdenkt, so die Mitteilung der Verwaltung.

Denn zur Einrichtung einer neuen Toilettenanlage habe es Gespräche mit dem Duisdorfer Ortsfestausschuss und der Wirtschafts- und Gewerbegemeinschaft Hardtberg gegeben, die aber nicht zum Erfolg geführt hätten. Eine einfache, sprich kostengünstige Anlage hätten beide aber abgelehnt: Eine solche Toilette solle auch barrierefrei sein. Das sei aber mit Kosten verbunden, die weder OFA noch WGH hätten stemmen können.

Für Instandsetzungsmaßnahmen an der Toilette am Kirchplatz, zwischen Volkshochschule und Arbeiterwohlfahrt, sieht die Verwaltung aber keine Notwendigkeit. Die Reinigung sei bereits am 8. August 2012 für rund 500 Euro erfolgt. Außerdem würden das Amt für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft sowie die Mitglieder der "schnellen Eingreiftruppe Hardtberg" (SET) die Anlage in regelmäßigen Abständen kontrollieren. "Darüber hinaus ist das beauftragte Reinigungsunternehmen mindestens zweimal täglich vor Ort", heißt es im Schreiben der Verwaltung.

Auf diese Weise sollen Defekte, Beschädigungen und Farbschmierereien schnell erkannt werden. Kleinere Graffiti entferne die SET, für größere Verunreinigungen beauftrage das Städtische Gebäudemanagement eine Fremdfirma. Zu Schäden komme es auch immer wieder durch Vandalismus.

Und im letzten Winter habe ein Wasser- und Heizungsrohrbruch Reparaturmaßnahmen erforderlich gemacht, die insgesamt 3200 Euro gekostet hätten. In diesem Zusammenhang habe es im Februar 2013 auch eine Baureinigung gegeben. Für zusätzliche Instandhaltungsmaßnahmen sieht die Verwaltung keinen Anlass.