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Das Elend mit den Special Teams: Kölner Haie kassieren beim 1:2 in Ingolstadt 16. Niederlage in Folge

Das Elend mit den Special Teams : Kölner Haie kassieren beim 1:2 in Ingolstadt 16. Niederlage in Folge

Nur noch zwei. Der historische Negativrekord in der Deutschen Eishockey Liga rückt für die Kölner Haie immer näher.

Das 1:2 (0:0, 1:1, 0:1) am Mittwochabend beim ERC Ingolstadt bedeutete die 16. Niederlage in Folge für den KEC. Schwenningen und Freiburg haben 18 Mal in Folge verloren. „Es macht keinen Spaß“, fasste Haie-Stürmer Jason Akeson das Unfassbare zusammen.

Mike Stewart suchte angesichts der frappierenden Erfolglosigkeit sein Heil in der Veränderung. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison, aber seit längerer Zeit wieder einmal. So ließ der Haie-Coach nicht nur Colby Genoway und Sebastian Uvira in Köln, er wirbelte auch seine Sturmreihen munter durcheinander. Insgesamt mit mäßigem Erfolg. Was vor allem daran lag, dass sich die Kölner in ihrer „Lieblingsdisziplin“ Powerplay einmal mehr an Harmlosigkeit überboten. Drei Mal durfte der KEC im ersten Drittel mit einem Spieler mehr ran, die besseren Chancen in diesen sechs Minuten hatte aber Ingolstadt. Brett Olson, Wojciech Stachowski und Mirko Höfflin durften trotz Unterzahl alleine vor Haie-Keeper Gustaf Wesslau auftauchen, nutzen diese Freiheiten aber nicht zur Führung.

Wie man in Überzahl trifft, zeigten dann die Panther. Sechs Minuten vor Ablauf der ersten KEC-Strafe (Justin Fontaine) verwandelte Brandon Mashinter einen Abpraller (22.). Das zweibeste Powerplay der DEL hatte gegen das zweitschlechteste Unterzahlteam mit den Muskeln gespielt. Nach dem 0:1 geriet das Haie-Spiel aus den Fugen. Hätte Wesslau nicht einen Gala-Abend erwischt, die Partie wäre früh entschieden gewesen. So fingen sich die Gäste wieder und versuchten sich zwei weitere Male erfolglos in Überzahl. Wobei das fünfte Powerplay wirklich gut und gefährlich war (34./35.). Vielleicht gelang auch deshalb der Ausgleich, den Jon Matsumoto mit seinem zehnten Saisontor erzielte (37.). Freddy Tiffels hätte in Unterzahl sogar noch fast das 2:1 nachgelegt, scheitere aber an Jochen Reimer im ERC-Kasten (40.)

Obwohl die Körpersprache der Kölner mit Beginn des Schlussdrittels Hoffnung verhieß, endete die Niederlagenserie nicht. Den Unterschied machten natürlich die Special Teams. Während die Haie zwei weitere Powerplay-Chancen (47./52.)verstreichen ließen, nutzte Ingolstadt seine dritte Überzahl zum 2:1 durch Verteidiger Maury Edwards (51.), der als Neuzugang beim KEC gehandelt wird. Als Freddy Tiffels erneut in Unterzahl das 2:2 verpasste (57.), war Niederlage Nummer 16 perfekt. Die Ingolstädter dürfen sich weiter Hoffnungen auf Platz sechs und die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale machen. Für die Haie bleibt das in dieser Saison nur ein Traum.