Aktionsjahr Römisches Rheinland 2014: Zwischen Rheinbach und Dünstekoven

Aktionsjahr Römisches Rheinland 2014 : Zwischen Rheinbach und Dünstekoven

Das Aktionsjahr Römisches Rheinland 2014 kann auf eine gute erste Halbzeit zurückblicken. Die Sonderausstellung "Wasser für Roms Städte" im Museum der Badekultur in Zülpich hat sich als regelrechter Publikumsmagnet erwiesen: Rund 5000 Besucher haben die Ausstellung zur Halbzeit schon gesehen.

Kurator ist Klaus Grewe, der für das kreaforum begleitend zur Ausstellung sieben Wanderungen auf dem Römerkanal-Wanderweg zwischen Nettersheim und Köln organisiert hat. Jetzt ging es unter seiner Führung auf die Strecke zwischen Rheinbach und Swisttal-Dünstekoven.

Neben vier Römerkanal-Teilstücken und dem erst kürzlich wiederhergestellten Aufschluss in Buschhoven, wurde auch die aus Aquäduktmarmor bestehende Grabplatte der Heiligen Lüfthildis in Lüftelberg besichtigt. Im Ackerland auf der Grenze zwischen Rheinbach und Meckenheim wurden man bei der Suche nach den spärlichen Resten der ehemals gewaltigen Swistbachbrücke durchaus fündig.

Überraschend war dann aber zum Abschluss der Wanderung die Besichtigung des ehemaligen Klosters Schillingskapellen in Dünstekoven, denn hier konnte man bedeutende Reste der Aquäduktbrücke wiederfinden. Im Mauerwerk haben die mittelalterlichen Bauleute sogar die Bogensteine der Aquäduktbrücke zum Bau der Kreuzgangbögen wiederverwendet.

Die Teilnehmer der aktuellen Wanderung kamen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern waren sogar aus der hohen Eifel, Verden an der Aller und aus München angereist. Ein Teilnehmer kam sogar aus den Albaner Bergen südlich von Rom, um etwas vom "Rom am Rhein" entdecken zu können.

Und die Wanderer wurden nicht nur durch neue Erkenntnisse zu diesem römischen Technikbau belohnt, denn am Aufschluss Buschhoven gab es auch noch ein Gläschen Zaubertrank vom HVV Buschhoven.

Die nächsten Wandertermine: 7. September und 12. Oktober. Weitere Infos: www.kreaforum.de.

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