Freiwillige Feuerwehr Swisttal: Ein kritischer Geist in Uniform

Freiwillige Feuerwehr Swisttal : Ein kritischer Geist in Uniform

Nach 23 Jahren ist Johannes Greuel als stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Swisttal von Bürgermeister Eckhard Maack offiziell verabschiedet worden. Greuel hatte am 16. Mai mit seinem 60. Geburtstag die Altersgrenze erreicht. Sein Nachfolger ist Paul Buhl aus Buschhoven, der vom Gemeinderat nach einer Anhörung bestellt worden sei, so Maack.

Greuel wird allerdings noch nicht ganz aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Als Löschgruppenführer wird er die Löschgruppe Odendorf weitere drei Jahre leiten. Wehrführer Stefan Schumacher hat ihm dafür die notwendige Sondergenehmigung erteilt. Löschgruppenführer ist Greuel seit 30 Jahren und federführend zuständig für die Grundausbildung auf Gemeindeebene. Seit dem gleichen Zeitraum ist er tätig als Kreisausbilder der Truppführerlehrgänge und für Lehrgänge zum Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern.

Bei der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes wurde ihm kürzlich das Feuerwehrverdienstkreuz in Silber durch den inzwischen ehemaligen Kreisbrandmeister Walter Jonas überreicht. "Das ist eine sehr singuläre, sehr hohe Auszeichnung", betonte Bürgermeister Maack bei der Verabschiedung Greuels. Dies unterstreiche das "enorme Engagement", das er stets gezeigt habe. "Sie waren stets rund um die Uhr für die Feuerwehr, für die Löschgruppe und für die Leitung da", betonte der Bürgermeister, dafür sei die Gemeinde ihm zu besonderem Dank verpflichtet.

Allerdings verhehlte Maack auch nicht, dass es "manchmal Reibungspunkte" gegeben habe. Auch Wehrführer Stefan Schumacher erinnerte daran, dass er mit seinem Stellvertreter nicht immer einer Meinung gewesen sei, aber das sei in einer guten Ehe genau so. Dass er recht kritisch gewesen sei, verhehlte auch Greuel selbst nicht, schließlich gebe es "Ja-Sager genug". "Ich bin 44 Jahre Feuerwehrmann, eigentlich mein Leben lang", sagte Greuel. "Das macht man nicht für den Dank, sondern um anderen Menschen zu helfen."

Als einer der markantesten Einsätze in seinen Dienstjahren sei ihm das "große Nebelchaos" im Januar 1983 auf der A 61 besonders im Gedächtnis. Damals waren zahlreiche Fahrzeuge in eine Massenkarambolage mit Toten und Verletzten verwickelt.