Zuschuss für Naturschutz in Brenig

Der BUND erhält 200 000 Euro zur ökologischen Aufwertung der ehemaligen Gruben. Um die ehemalige Quarzsandgrube bei Brenig und die Sandgrube "An der Roisdorfer Hufebahn" zu sanieren und ökologisch aufzuwerten, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jetzt eine Förderung von 200 000 Euro zugesagt bekommen.

Noch in diesem Jahr soll der BUND als neuer Besitzer der Gruben diese Summe zum Schutz von Tierarten einsetzen können, die in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedroht sind. Das Geld stammt zu 80 Prozent aus Mitteln des EU-NRW-Programms "Eler" (Erhaltung des ländlichen Erbes).

20 Prozent, also 40 000 Euro, musste der BUND an Eigenmitteln einbringen. Diesen Anteil stellen verschiedene Förderer: Die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege steuerte 20 000 Euro bei, das Vogelschutz-Komitee mit Sitz in Hamburg trägt 12 500 Euro und die Hit-Umwelt- und Naturschutzstiftung übernimmt 7 500 Euro. "Damit fußt das Projekt jetzt auf einer breiten Basis", freute sich Achim Baumgartner, Sprecher des BUND Rhein-Sieg-Kreis.

Der BUND werde nun vor allem daran arbeiten, die typischen Arten der offenen Kiesgruben wie Wechselkröte oder Flussregenpfeifer wieder zu fördern. Dafür wollen die Naturschützer größere Flächen der Gruben roden und größere Gewässer anlegen. Diese sollen den seltenen Springfröschen und anderen Amphibien Lebensraum bieten sowie Vögeln wie dem Bienenfresser oder dem Baumfalken geeignete Jagdgebiete erschließen. Arten wie der Steinkauz oder der Gartenrotschwanz zeichnen aktuell den Wert des Gebietes aus, so Baumgartner.

Die Arbeiten werden im Spätsommer und Frühherbst stattfinden, plante er. bb