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Künstler gestorben: Kunstverein trauert um Willi Krings aus Hennef

Künstler gestorben : Kunstverein trauert um Willi Krings aus Hennef

Der Hennefer Künstler Willi Krings ist tot. Der Pressereferent und künstlerische Berater im Kunstverein für den Rhein-Sieg-Kreis starb nach kurzer Krankheit.

Der Kunstverein für den Rhein-Sieg-Kreis trauert um Willi Krings. Der Hennefer Künstler ist nach kurzer, schwerer Krankheit am Dienstag gestorben, teilte der Vereinsvorsitzende Reinhard Lättgen mit. Die Kunst sei sein zentraler Lebensbegleiter gewesen. Krings, der als Pressereferent und künstlerischer Berater im Kunstverein agierte, wurde 1951 in Heinsberg geboren.

Er hat an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, unter anderem bei Rupprecht Geiger. Anschließend habe er sich „zu einem künstlerischen Freigeist“ entwickelt, „der sich in einer großen Breite der Themen und Medien offenbarte“, heißt es im Nachruf. Ein Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens lag in der Videoinstallation, die er in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen zeigte. Sein Leitspruch sei gewesen: „Video ergo sum (Ich sehe, also bin ich“.

Als Kunstlehrer am Albert-Einstein-Gymnasium in Sankt Augustin hat Willi Krings bis vor zwei Jahren viele Schülergenerationen begleitet und insgesamt 38 Jahre lang geprägt – und, so Lättgen, manchem eine künstlerische Laufbahn eröffnet. Der Kunstvereinsvorsitzende beschreibt seinen Freund als unermüdlichen Initiator kleinerer und größerer Kunstobjekte mit Fantasie, Charme, Einfühlungsvermögen und Uneigennützigkeit. Der Künstler brachte sich sowohl im Kunstverein Rhein-Sieg, in dessen Vorstand er 20 Jahre lang aktiv war, der Bonner Künstlergruppe Jetzt als auch im Vorstand des Bundesverbands Bildender Künstler (BBK) Bonn-Rhein-Sieg ein.