Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: Neues DLR-Forschungsinstitut zieht in die Region

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt : Neues DLR-Forschungsinstitut zieht in die Region

Ein neues Forschungsinstitut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zieht in den Rhein-Sieg-Kreis. Das Institut will sich in Sankt Augustin und Rheinbach ansiedeln und eng mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zusammenarbeiten.

Der Standort des neuen Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rhein-Sieg-Kreis steht fest. Wie der General-Anzeiger erfuhr, wird das Institut zum Schutz terrestrischer Infrastrukturen in Sankt Augustin und Rheinbach angesiedelt. Dort werde das DLR auch eng mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zusammenarbeiten, so DLR-Pressesprecher Andreas Schütz auf Anfrage.

Eine von sieben neuen DLR-Forschungsstätten

"Die Vernetzung der Großforschung mit Hochschulen und Universitäten ist politisch gewünscht und fachlich sinnvoll - nicht zuletzt zur Rekrutierung von wissenschaftlichem Nachwuchs für das Institut", sagte Schütz. Das Institut ist eine von sieben neuen DLR-Forschungsstätten, in die der Bund jährlich 63 Millionen Euro investiert. Das neue Institut in Sankt Augustin und Rheinbach soll die Forschung und Entwicklung zum Schutz kritischer Infrastrukturen - wie etwa Verkehrs- oder Energieinfrastrukturen - vorantreiben. Derzeit läuft laut Schütz der Aufbau der neuen Einrichtung, der etwa zwei Jahre dauern werde. Dazu führt das Aufbauteam Gespräche mit den Städten Sankt Augustin und Rheinbach, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sowie mit verschiedenen weiteren Universitäten und Hochschulen zur wissenschaftlichen Kooperation. Die ersten Mitarbeiter seien bereits ausgewählt, Einstellungen liefen an, sagt Schütz. 50 bis 65 Mitarbeiter sind im Institutskonzept insgesamt vorgesehen.

DLR will zunächst Räume in Sankt Augustin anmieten

Für den Anfang werde das DLR Räume in Rheinbach im Institut für Detektionstechnologien der Hochschule und in Sankt Augustin anmieten. Darüber hinaus würden alle Möglichkeiten von der Anmietung von Bestandsobjekten bis hin zu einem Institutsneubau evaluiert, teilte der Pressesprecher mit. Laut DLR fließen mittelfristig jährlich rund zwölf Millionen Euro in das neue Institut - knapp neun Millionen Euro von Bund und Land sowie drei Millionen Euro eingeworbene Drittmittel. Zudem gibt es eine Anschubinvestition des Landes von bis zu 30 Millionen Euro.

Bei einem Besuch in Rheinbach hatte sich eine Delegation des DLR über die Möglichkeiten des Rheinbacher Standorts erkundigt, berichtete Bürgermeister Stefan Raetz auf GA-Anfrage. Vor allem die Vernetzung mit der Hochschule und dem Gründer- und Technologiezentrum habe die Gesprächspartner überzeugt, so Raetz. Sankt Augustins Bürgermeister Klaus Schumacher sieht die geplante Ansiedlung als großen Gewinn: "Das Institut würde unsere Wissenschafts- und Forschungslandschaft rund um die Hochschule und die Fraunhofer Gesellschaft perfekt ergänzen."

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