Kommentar zur Asklepios Klinik: Schnell handeln

Kommentar zur Asklepios Klinik : Schnell handeln

Bis zur endgültigen Krankenhausplanung des Landes NRW kann eine Entscheidung über die Zukunft der Kinderklinik Sankt Augustin nicht warten. Die Landesregierung muss schnell handeln, damit nicht eine Klinik, die im Rhein-Sieg-Kreis gebraucht wird, wegfällt, meint Bettina Köhl.

. Bis zur endgültigen Krankenhausplanung des Landes NRW, die für 2020 angekündigt ist, kann eine Entscheidung über die Zukunft der Kinderklinik Sankt Augustin nicht warten. 20 Prozent des Personals werden das Haus seit Bekanntwerden der drohenden Schließung Ende des Monats bereits verlassen haben. Fehlende Perspektive spielt hier ebenso eine Rolle wie die im Vergleich zu anderen Kliniken schlechtere Bezahlung.

Die von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann geforderte Spezialisierung gibt es in Sankt Augustin bereits, nicht nur im Bereich der Kinderherzen, sondern zum Beispiel auch bei der Behandlung von Kindern mit Spina Bifida. Mit 15 Abteilungen bezeichnet sich die Klinik als „Maximalversorger“.

Die Bonner Uni-Kinderklinik und die Asklepios Klinik werden im Gutachten des Landes in einem Versorgungsraum betrachtet. Eine Zuweisung von Schwerpunkten innerhalb dieser Region ist noch nicht erfolgt. Hier muss die Landespolitik jetzt schnell handeln, damit nicht eine Klinik wegfällt, die vor allem zur Versorgung des rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreises gebraucht wird. Auch im benachbarten Kölner Raum gibt es laut Gutachten keine Überversorgung.

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