Klassische Musik in Heisterbacherrott: Ein Benefizkonzert für die Gemeinde

Klassische Musik in Heisterbacherrott : Ein Benefizkonzert für die Gemeinde

In der Emmauskirche spielten Laien und Profis gemeinsam Kompositionen von Bach und Mozart.

Schöne Klänge für einen guten Zweck - das sollte das Prinzip des Benefizkonzertes in der Emmauskirche in Heisterbacherrott sein. Konkret wurde das Konzert zugunsten der Stiftung "Unsere Gemeinde - kirchliches Leben am Siebengebirge" von Lauriane Gerhold initiiert. Die Querflötistin gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Heisterbacherrott und zum Orchester der Trinitatiskirche Bonn. Ein schöner Zweiklang - sie gewann ihre Musikfreunde für ein gemeines Musizieren in ihrer Heimatgemeinde.

Wolfram Küster, Leiter des Bad Godesberger Kantatenorchesters, übernahm als Gastdirigent die Führung durch ein zauberhaftes Programm zum Träumen. Gespielt wurden Kompositionen von Anton Stamitz, Johann Sebastian Bach, Antonio Salieri und Wolfgang Amadeus Mozart.

Gekonnt agierten die Protagonisten, Laien und Profis gleichermaßen. Einige der Musiker sind ehemalige Mitglieder des Bonner Beethovenorchesters. Als Solisten wirkten neben Initiatorin Lauriane Gerhold Wolfgang Mader, ebenfalls Querflöte, Oboistin Claudia Schoppmann und Josef Fierlbeck, Violine, mit. Gemeinsam mit dem Orchester legten sie einen satten Klangteppich in der voll besetzten Kirche aus.

Stamitz' Konzert für zwei Flöten und Orchester, außerdem Bachs Konzert für Oboe, Violine und Streicher in C-Moll und sein viertes Brandenburgisches Konzert für zwei Flöten, Violine und Streicher in G-Dur, Salieris Konzert für Flöte, Oboe und Orchester in C-Dur sowie Mozarts Symphonie Nummer 21 in A-Dur begeisterten das Publikum so sehr, dass es reichlich Applaus spendete.

Hingerissen war auch Jens Röttgen. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung genoss die Musik, freute sich aber auch über die Besucher, die das Musikerlebnis zu schätzen wussten und reichlich spendeten - denn der Eintritt zum Konzert war frei. Die Stiftung, die im vergangenen Jahr durch die Bezirksregierung offiziell anerkannt wurde, startete mit einem Stiftungskapital von 150 000 Euro, das sie mittlerweile um 6000 Euro steigern konnte.

Außerdem nutzt die Stiftung Spenden, um kurzfristig die Gemeindearbeit zu unterstützen. Aktuelles Projekt: eine Mitarbeiterin ist fünf zusätzliche Stunden in der Seniorenarbeit tätig. Sie hilft in dieser Zeit bei Behördengängen, unterstützt bei gemeinsamen Arztbesuchen und besucht die älteren Gemeindemitglieder.

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