Viel Arbeit im Rathaus führt zu Stellenausbau: Stadt schafft neue Arbeitsplätze

Viel Arbeit im Rathaus führt zu Stellenausbau : Stadt schafft neue Arbeitsplätze

Factory Outlet Center, Rettungsdienst und mehr Asylbewerber sorgen für sieben Vollzeitstellen.

Die Planungen für ein Factory Outlet Center in der Altstadt, die Erweiterung des Rettungsdienstes, steigende Fallzahlen bei den Asylbewerbern - all dies schlägt sich auch im Stellenplan der Stadt Königswinter für das Jahr 2015 nieder. Nach einer Vorlage der Verwaltung für den Stadtrat bleibt die Stellenvermehrung mit drei Planstellen allerdings moderat. Kurzfristig soll es aber sieben neue Vollzeitstellen geben.

Nach dem Entwurf des Stellenplans stehen künftig 355 Planstellen 352 im laufenden Jahr gegenüber. Es wären erheblich mehr, wenn bereits die 18 Stellen für eigenes Fahrpersonal zur Durchführung des Krankentransports und der Spitzenabdeckung in der Notfallrettung Berücksichtigung gefunden hätten.

Die Stadt erweitert damit, wie berichtet, ihre Aufgaben im Rettungsdienst. Hierüber soll der Stadtrat gesondert beschließen, nachdem das Thema zuletzt im Haupt-, Personal- und Finanzausschuss vertagt worden war. Eingegangen in den Stellenplan sind zunächst die Stelle für einen weiteren Wachleiter am Standort Ittenbach sowie die neue Stelle der Rettungsdienstleitung, die allerdings ebenso wie die Stellen für das Fahrpersonal durch Gebühren finanziert werden.

Zwei Vollzeitstellen für Stadtplaner sind nach Ansicht der Verwaltung erforderlich, um die umfangreichen begleitenden planungsrechtlichen Arbeiten für das geplante FOC zu stemmen. Diese Stellen sollen auf zwei Jahre befristet werden. Auch die anhaltende Zuwanderung aus Balkanländern und afrikanischen Staaten, bedingt durch die verschiedenen Krisenherde, bedeutet für die Verwaltung Mehrarbeit.

Allein zwischen den Jahren 2011 und 2013 hätten sich die Neuzuweisungen annähernd verdoppelt. Da auch die Neuanträge im Bereich des Sozialgesetzbuchs (SGB) XII konstant angestiegen seien, hält die Verwaltung eine weitere Stelle im Geschäftsbereich Soziales und Generationen für unverzichtbar, denn die Prüfung der Anträge werde aufgrund der Rechtsmaterie zunehmend zeitintensiver.

Schließlich soll auch der Geschäftsbereich Straßen und Stadtgrün um eine Stelle aufgestockt werden. Die Verwaltung begründet dies damit, dass das Straßenbeleuchtungsnetz mit rund 180 Schaltkästen und rund 4500 Beleuchtungseinheiten ein Elektromeister warten muss. Die 45 Jahre alte Anlage sei in Teilen technisch in einem kritischen Zustand und erfordere einen immer größer werdenden Umfang an Reparaturen. Zurzeit wird die technische Unterhaltung noch durch eine externe Vergabe gewährleistet.

Dass es trotz sieben neuer Vollzeitstellen nur zu einer Vermehrung um drei Stellen kommt, erreicht die Verwaltung durch die Einsparung sogenannter Vorhaltestellen im Pool. Die Verwaltung weist auch darauf hin, dass von 352 Planstellen zum Stichtag 30. Juni 2014 nur 319 besetzt waren. Am 1. September seien immer noch 17 Stellen offen gewesen, von denen drei noch in diesem Jahr besetzt werden sollen.

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