Kommentar zu den Regeln im Naturpark: Die Regeln machen Sinn

Kommentar zu den Regeln im Naturpark : Die Regeln machen Sinn

Es ist eine lange Liste an Dingen, die man als Besucher im Siebengebirge zu beachten hat. Nicht zu unrecht, findet GA-Redakteurin Katrin Janßen.

Die Liste der Dinge, die im Naturschutzgebiet Siebengebirge verboten sind, ist lang: Spaziergänger dürfen die Wege nicht verlassen, schon gar nicht, um Pilze, Blumen oder anderes zu pflücken. Hunde müssen immer angeleint sein. Fahrradfahrer und Reiter dürfen nur die für sie markierten Wege nutzen.

Das alles klingt ziemlich reglementiert und nicht wenige scheinen den Sinn auch nicht einzusehen. Was macht es schon, wenn ich mein Körbchen Pfifferlinge nach Hause trage? Mein Hund hört aufs Wort! Auf diesem Trampelpfad fahre ich doch schon seit Jahren! Rechtfertigungen, sich über die Bestimmungen hinwegzusetzen, kann man sich eine Menge ausdenken.

Und tatsächlich bricht das wertvolle Ökosystem des Siebengebirges nicht zusammen, wenn lediglich ein Pilz gesammelt wird oder ein Wanderer quer durch die Botanik marschiert. Aber das Siebengebirge ist keine abgelegene Waldregion in der hinteren Oberpfalz, sondern ein extrem intensiv genutztes Naherholungs- und Naturschutzgebiet in Reichweite der großen Ballungszentren.

Und wenn sich alle Menschen, die an einem Wochenende ins Siebengebirge kommen, nicht an die Regeln zum Schutz von Pflanzen- und Tierwelt halten, dann wird es diese einmalige Natur, derentwegen die Besucher ja erst ins Siebengebirge kommen, irgendwann nicht mehr geben. Daher braucht es besonderen Schutz – und die Einhaltung der Regeln durch die Besucher. Es wäre schade, wenn im Wald demnächst Knöllchen verteilt werden müssten. In der Hand haben es die Waldbenutzer (noch) selbst. Denn wenn Regeln nicht gebrochen werden, braucht es auch keine Kontrolleure.

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