Spiel der Farben: So war die siebte Ausgabe von „Linz leuchtet“

Spiel der Farben : So war die siebte Ausgabe von „Linz leuchtet“

Zum siebten Mal hieß es am Wochenende "Linz leuchtet". Zusätzlich sorgten verschiedene Konzerte in Sankt Marien für besonderes Flair.

Linz leuchtet: Bereits zum siebten Mal wurde die historische Altstadt am Samstag in buntes Licht getaucht. Und schon vor 18 Uhr pilgerten viele Besucher durch die Gassen, obwohl da noch das kräftige Abendrot über dem Rheintal mit dem gerade einsetzenden Wechselspiel der vielfarbigen Scheinwerfer konkurrierte. Das Licht setzte die Altstadt zwischen Neu- und Rheintor überaus romantisch in Szene.

Vor allem Sankt Marien zog magisch Besucher an, wurde ihnen in dieser Kirche doch bereits zum zweiten Mal ein Wechselspiel einer beeindruckender Lichtshow mit stimmungsvoller Live-Musik geboten. Die Idee, eine Kirche für ein Konzert durch eine Vielzahl bewegter Scheinwerfer mit Spezialeffekten in ein Farbenspiel zu tauchen, hatten Martin Kohl und Marcus Borchert zuerst 2010 in Waldbreitbach umgesetzt.

"Durch die positive Resonanz wurde diese Veranstaltung, die wir zunächst in der Martinsbasilika durchgeführt haben, hier in Linz übernommen", erläuterte der für die technische Leitung zuständige Borchert. Für Linz gelte: Gerade die Schlichtheit des modernen Kirchenraums beschere den Besuchern ein beeindruckendes Erlebnis mit mehr als 70 Scheinwerfern und vier Nebelmaschinen, das durch die Musik noch gesteigert wurde.

Musikalische Zeitreise

Die erste Lichtshow von Martin Kohl untermalte zunächst das Stück "Trumpet Voluntary" von Jeremia Clark. "Richtig bekannt geworden ist es anlässlich der Hochzeit von Prinz Charles und Lady Diana 1986", sagte Borchert. Weiter ging die musikalische Zeitreise mit der "Toccata" d-moll von Johann Sebastian Bach, mit den Ungarischen Tänzen von Johannes Brahms in einem Arrangement von David Garrett sowie mit "O Fortuna" aus den Carmina Burana von Carl Orff. "Abgeschlossen wird die erste 30-minütige Lichtshow mit einem ABBA-Medley, wobei Martin die Qual der Wahl hatte, welche Hits der schwedischen Gruppe er nicht berücksichtigen soll", verriet Borchert den Besuchern.

Von "Chiquitita" über "Money, Money" bis zu "Super Trouper" waren die bekanntesten Erfolge des schwedischen Quartetts vertreten. Kaum dass deren "Thank you for the music" verklungen war, übernahm Ruth Zimmermann zum fünften Mal in Folge die Regie der Lichtshow mit ihren vier Musikerfreunden Detlef Anders (Schlagzeug), Wilfried Bellinghausen (Vibraphon), Urs Exner (Bass) und Johannes Weiss (Piano).

Von Kirchenliedern bis zu ABBA und Adele

Neben altbekannten Kirchenliedern beider Konfessionen, die durch Arrangements der Kölner Jazzsängerin Alexandra Naumann eine besondere Leichtigkeit erfuhren, wurden im Verlauf des Konzertes auch Songs und Balladen der vergangenen Jahrzehnte vorgetragen. Dann aber startete die Sängerin passend zur Jahreszeit den ersten von vier Auftritten mit dem Jazz-Standard "Autumn Leaves". "Swing and Praise", Musik zwischen Hummel und Erde, waren die Live-Musik-Beiträge überschrieben, bei denen nicht nur der "Morgenglanz der Ewigkeit" oder "Ein Schiff das sich Gemeinde nennt" in Sankt Marien besungen wurden.

Auch Adeles "Turning Tables" war zu hören. Hochbetrieb herrschte aber auch auf dem Buttermarkt, wo später die Gitarristen Detlef Kornath und Frank Nerger Rock-Pop-Klassiker aus den zurückliegenden 40 Jahren sowie Balladen zu Gehör brachten. Später war auf dem Burgplatz das Bonner Trio "Straight Four" mit modernem Swing und Latin Jazz zu hören.

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