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Die Kurpark-Konzerte in Ahrweiler dürfen bald wieder stattfinden

Corona-Auflagen in Ahrweiler : Bald finden wieder Kurpark-Konzerte statt

Es geht wieder was in Sachen Kultur. Die Organisatoren im Kreis Ahrweiler überlegen, was in Anbetracht der Corona-Auflagen machbar ist. So will man Gästen und Einwohnern übers Pfingstwochenende im Kurpark Bad Neuenahr etwas anbieten.

Theater, Konzerthäuser und Kleinkunstbühnen in Rheinland-Pfalz dürfen ab dem 27. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Zum gleichen Zeitpunkt sind Veranstaltungen im Außenbereich bis 100 Personen erlaubt. Diese Zahl erhöht sich am 10. Juni auf 250 Personen. Veranstaltungen im Innenbereich sind ab 10. Juni mit maximal 75 Teilnehmern zulässig, ab 24. Juni sind 150 Personen zugelassen. Das alles unter strengen Auflagen. Veranstalter im Ahrkreis verhalten sich angesichts dieser Lockerungen bislang eher abwartend.

Bei der „Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH“ war die Freude ob der angekündigten Lockerungen groß. „Wir machen uns schon seit Längerem Gedanken, welche kleineren Veranstaltungen wir unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzauflagen wieder anbieten könnten“, so Pressesprecherin Dorothee Dickmanns. Aktuell arbeite man an einem Konzept, um Gästen und Einwohnern über das Pfingstwochenende etwas im Kurpark anbieten zu können.

Die Fläche ist laut Dickmanns ideal, weil sie weitläufig, aber klar abgegrenzt ist, sodass sich Abstandsregeln und Zutrittskontrollen gut umsetzen lassen. Auch die regelmäßigen Kurpark-Konzerte sollen bald wieder stattfinden, sie wurden in den vergangenen Wochen über soziale Medien gestreamt. Was den Kreisstädtern noch fehlt, sind die konkreten Auflagen. Dann erst könne man in die Detailplanungen einsteigen. Hier wird für Dienstag Klarheit erwartet.

27 geplante Veranstaltungen

In der Grafschaft setzt der Verein Kulturlant derweil auf den Faktor Zeit. Man spiele nur in der dunklen Jahreszeit und hofft, dass die neue Spielzeit am 3. Oktober starten kann, so Sprecher Udo Rehm. Notwendig seien auf alle Fälle weitere Lockerungen hinsichtlich des Kontaktverbots. „Mit 1,5 Metern Abstand können wir das eigentlich vergessen“, so Rehm. Aufgrund des anspruchsvollen und entsprechend teuren Programms der Grafschafter bedarf es einer hohen Auslastung der 250 Sitzplätze. Noch heißt es „Abwarten.“

Sollte sich andeuten, dass das Kontaktverbot nicht aufgehoben wird, müsse man sich weitere Gedanken machen, beispielsweise über einen Umzug in eine größere Halle. „Aktuell läuft jedenfalls der Vorverkauf der 27 geplanten Veranstaltungen, von denen einige bereits ausverkauft sind“, zeigt sich der Kulturlant-Sprecher optimistisch.

Hoffen auf Genehmigung des Konzerts in Ahrbrück

„Wir hängen im Augenblick noch völlig in der Luft“, sagt Angelika Furth vom Kulturverein Mittelahr, der das ganze Jahr über aktiv ist. Vieles musste bereits abgesagt werden, auch ein für 1. Juli in Mayschoß geplantes Konzert hängt in der Schwebe. „Wir wissen nicht, wie viele Gäste wir überhaupt in den Raum der Fürst-von-Aremberg-Bühne lassen dürfen“, so Furth. Auch das Meisterkonzert in der kleinen Pützfelder Kapelle im September dürfte schwierig werden.

Derweil hofft man an der Mittel­ahr, zumindest die traditionelle Wanderung mit Open-Air-Konzert in Ahrbrück durchführen zu können. Dagegen liegen die regelmäßigen Ausstellungen im Altenahrer Rathaus weiterhin brach. Das ginge nur ohne Vernissage, aber die Rathäuser sind derzeit ja auch nur eingeschränkt besuchbar.

Hoffnungsvoller zeigt sich Rolf Plewa von der Kulturwerkstatt Remagen. Die Corona-Pause nutzte man zu Renovierungsarbeiten, veranstaltete aber auch vier gut geklickte Online-Konzerte. In Remagen kann im Innen- und im Außenbereich gespielt werden, ein großer Vorteil der Bühne, deren für den 30. Mai geplante Veranstaltung „Violets and Roses“ zwar noch ausfällt, spätestens am 27. Juni soll es dann aber mit dem „RnB-Express open Air“ wieder losgehen.