Arbeitsmarkt in der Region Bonn/Rhein-Sieg: Statistik für November zeigt sich robust

Statistik für November : Arbeitsmarkt in der Region Bonn/Rhein-Sieg zeigt sich robust

Trotz Konjunktur-Flaute ist die Entwicklung des Arbeitsmarktes positiv. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg ist im November mit 5,2 Prozent auf den tiefsten Stand seit Januar gefallen. Allerdings gibt es in der Region vereinzelt Ausnahmen.

Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg ist im November mit 5,2 Prozent auf den tiefsten Stand seit Januar gefallen. Gegenüber November 2018 blieb die Quote, die die Zahl der Arbeitslosen auf alle zivilen Erwerbspersonen bezieht, unverändert. Absolut gesehen gab es im Bezirk dennoch mehr Arbeitslose, nämlich 25 730, das ist ein Pluas von 230 gegenüber November 2018. In den einzelnen Gemeinden war das Bild aber uneinheitlich. So stieg in der Stadt Bonn und in Eitorf auch die Arbeitslosenquote.

Im Vergleich zur Konjunktur entwickele sich der Arbeitsmarkt „robust“, erklärte der Vorsitzende der  Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bonn/Rhein-Sieg, Stefan Krause. „Besonders freut uns der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit und der Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung“, fügte er hinzu.

Auch landesweit sank die Arbeitslosigkeit. So waren laut der Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Düsseldorf gut 618 000 Personen in NRW arbeitslos gemeldet. Das waren rund 8000 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote verharrte hier bei 6,4 Prozent. Sie lag damit weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 4,8 Prozent. Mit 2,18 Millionen Menschen war die Zahl der Arbeitslosen bundesweit so niedrig wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, waren im November 24  000 Menschen weniger arbeitslos als im Oktober und 6000 weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang im November kam in dieser Höhe für Volkswirte überraschend, meist geht es im November nur leicht bergab. Die Abnahme war diesmal zu einem guten Teil darauf zurückzuführen, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank. „Dennoch sind immer noch knapp 700 000 Menschen langzeitarbeitslos, weswegen wir nicht nachlassen dürfen, diese Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in Berlin.

Auch Schwerbehinderte profitieren von der Entwicklung. Doch haben sie immer noch viel größere Probleme eine Stelle zu finden als Menschen ohne Behinderung. Laut dem Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institute (HRI) ging die Arbeitslosenquote der Schwerbehinderten innerhalb eines Jahren von 11,7 Prozent auf 11,2 Prozent zurück.

In der Rangliste der Bundesländer liegt NRW beim Inklusionsbarometer auf Platz drei. Die Arbeitslosenquote von  Schwerbehinderten betrug hier 12,7 Prozent nach 13,1 Prozent im vergangenen Jahr. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen unter allen arbeitslosen Schwerbehinderten sank auf 49,1 Prozent (2018: 50,2 Prozent). Bei Menschen ohne Behinderung macht dieser Anteil nur 41 Prozent aus. (mit dpa)