Artenvielfalt: Sterben die Bienen, sterben auch wir

Artenvielfalt : Sterben die Bienen, sterben auch wir

Ist ein Leben ohne sie möglich? Laut Albert Einstein nicht sehr lange.

Schon Albert Einstein sagte, dass die Menschheit drei Jahre, nachdem die Bienen ausgestorben seien, auch sterben würde. Seit mehreren tausend Jahren gibt es schon Bienen auf der Erde und genauso lange bestäuben sie 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen, das ist etwa jede vierte von fünf Pflanzen.

Somit ist ein Drittel von allem, was wir essen, von Bienen abhängig, weil sie eine Vielfalt unserer Pflanzen bestäuben. So können Samen und Früchte wachsen und unsere vitaminreiche Ernährung mit Obst und Gemüse sichern. Daher stehen Bienen an der Basis der Nahrungspyramide.

Es gibt zwei Hauptgruppen von Bienen: die Wildbiene und die Honigbiene. Die Wildbiene wurde lange Zeit als Bestäuber unterschätzt, aber viele von ihnen fliegen noch, wenn es den Honigbienen zu kalt oder zu nass ist. Man erkennt, dass Bienen vom Aussterben bedroht sind daran, dass 300 von 560 Bienenarten auf der roten Liste der bedrohten Tierarten stehen. Honigbienen leben in Völkern im Bienenstock und sammeln vor allem Nektar. Wildbienen werden immer seltener, weil es immer mehr Monokultur gibt. Pflanzenschutzmittel schwächen das Immunsystem der Insekten und stören ihren Orientierungssinn.

Außerdem wird ihr Lebensraum dadurch verkleinert, dass viele Flächen versiegelt werden und Totholz entfernt wird. Wildbienen leben meist allein in artspezifischen Nistplätzen, die von den Faktoren Nahrung, Lebensraum und Baumaterial abhängen, und sammeln vor allem Pollen (Blütenstaub). Sie können uns in der Regel nicht stechen, Honigbienen schon, aber tun dies nur, um sich zu verteidigen, und sie sterben dabei. Denn wenn sie stechen, bleibt ihr Stachel, der einen Wiederhaken hat, in unserer Haut stecken.

Der Flugradius der Honigbienen beträgt bis zu zehn Kilometer, während Wildbienen einen Flugradius von 50-300 Meter haben. Durch ihre Spezialisierung bestäuben Wildbienen Pflanzen, die die Honigbienen aufgrund ihres Körperbaus nicht bestäuben können. Vielerorts ist das Nahrungsangebot für Wild- und Honigbienen nicht ausreichend, weil oft Steingärten und Rasenflächen das Bild in unseren Städten bestimmen.

Man kann Bienen helfen, indem man ungenutzten Rasen in eine artenreiche heimische Blumenwiese verwandelt und Balkone mit Kräutern bepflanzt. Bienen mögen auch Staudenbeete, die zum Beispiel mit Kugeldistel, Löwenmäulchen, Phlox, und Flockenblumen bepflanzt sind, aber auch Gehölze, wie Kornelkirsche, Weißdorn, Efeu und Vogelbeere. Man sollte auch Blumenerde ohne Torf kaufen, da durch den Torfabbau in Mooren der Lebensraum für viele Tiere zerstört wird.

Amos-Comenius-Gymnasium, Klasse 8a, Schuljahr 2018/19