Mit neuer Leitung: Bahnhofsmission in Bonn bekommt neue Räume

Nach Schließungsplänen : So geht es mit der Bahnhofsmission in Bonn weiter

Die Bahnhofsmission in Bonn sollte erst geschlossen werden, jetzt haben die Träger Caritas und Diakonie ein neues Konzept vorgestellt. Pfarrer Wolfgang Harnisch übernimmt mit Albert Schmitz die Leitung, und die Bahn stellt neue Räume zur Verfügung.

Wie die Arbeit der Bahnhofsmission Bonn künftig aussehen wird, haben die Träger Diakonie und Caritas nun bekanntgegeben. „Die Arbeit des ehrenamtlichen Teams der Bahnhofsmission wird ohne Unterbrechung weitergeführt“, sagt Diakonie-Sprecherin Andrea Hillebrand. Wie bisher liege die alltägliche Arbeit in den Händen der Ehrenamtlichen. Unterstützt würden sie von den neuen Leitern Pfarrer Wolfgang Harnisch und Albert Schmitz. Sie übernehmen die Arbeit der ehemals hauptamtlichen Kraft Gregor Bünnagel, der sich zum Jahreswechsel anderen Aufgaben im Caritasverband widmet.

 Harnisch ist für die Bahnhofsmission kein Unbekannter. Während seiner aktiven Zeit als Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde Hardtberg war er vor Ort, um Andachten anzubieten. Schmitz hat als langjähriger Caritasmitarbeiter in vielen Bonner Stadtteilen Leitungsaufgaben in der Ambulanten Pflege wahrgenommen. 

Auch räumlich soll sich laut Caritas und Diakonie einiges ändern. „In Gesprächen mit Vertretern der Bahn AG haben diese zwei wesentliche Zusicherungen gegeben“, sagt Hillebrand. Im geplanten Neubau für die Bundespolizei soll auch die Bahnhofsmission Platz bekommen. Bis das Gebäude steht, will die Bahn die derzeitigen Räume teilweise sanieren. 

Das neue Leitungsteam, die Ehrenamtlichen und die Verantwortlichen auf Trägerseite wollen zudem mit Beginn des neuen Jahres konzeptionelle Veränderungen besprechen. „Hier werden die Impulse und auch die Zusagen aus der Stadtgesellschaft einbezogen mit dem Ziel, die Angebotsstruktur den unterschiedlichen Erfordernissen, die am Bonner Hauptbahnhof vorkommen, anzupassen“, so Hillebrand.