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Messerattacke am Bonner Bertha-von-Suttner-Platz: Opfer wird vernommen

Gewalttat am Bertha-von-Suttner-Platz : Opfer von Messerattacke kann vernommen werden

Nach der gewalttätigen Auseinandersetzung am Bertha-von-Suttner-Platz am Donnerstag in Bonn ermittelt die Polizei weiter die Hintergründe der Tat. Das 20-jährige Opfer der Messerattacke kann in Kürze vernommen werden.

Bei einer Auseinandersetzung unter mehreren Personen am Bertha-von-Suttner-Platz in Bonn am späten Donnerstagabend war ein 20-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Nach Eintreffen mehrerer Polizisten wurden zudem zwei weitere Schwerverletzte im Alter von 16 und 19 Jahren angetroffen. Alle drei Verletzten kamen nach Angaben der Staatsanwaltschaft ins Krankenhaus.

Ein 16-Jähriger soll dem 20-Jährigen die Verletzungen zugeführt haben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Drei Tatverdächtige waren nach der Tat zunächst vorläufig festgenommen worden.

Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass es zur Tatzeit gegen 22.50 Uhr zu einer zunächst verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei jeweils dreiköpfigen Personengruppen an der Berliner Freiheit kam. Als diese eskalierte, wurden Glasflaschen zerschlagen, um sie als Waffen einzusetzen, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Der 16-Jährige soll in dem nun beginnenden tumultartigen Geschehen am Bertha-von-Suttner-Platz nach bisherigen Ermittlungen ein Messer gezogen und den 20-Jährigen schwer verletzt haben. Nach ärztlicher Versorgung vor Ort wurde dieser mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Am Montag teilte die Polizei dann mit, dass der junge Mann mittlerweile nicht mehr intensivmedizinisch betreut werde und in Kürze vernommen werden kann. Weiter unklar sind die Hintergründe der Tat.

Die zunächst vorläufig festgenommenen 17 und 20 Jahre alten Beteiligten wurden zwischenzeitlich aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die Ermittlungen gegen sie dauern aber an.

Der 16-Jährige wurde auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags gegen ihn. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Dem GA liegt ein Video vor, das mehrere Polizei- und Rettungsdienstfahrzeuge zeigt. Demzufolge hatte sich die Auseinandersetzung später vor eine Sparkasse verlagert.

Auf Grund der Gesamtumstände hatte eine Mordkommission der Bonner Polizei in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen am Tatort wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes übernommen.