Bonn: In den Rhein gestürzt - Keine Spur von Hotelschiff-Mitarbeiterin

Offenbar in den Rhein gestürzt : Keine Spur von verschwundener Hotelschiff-Mitarbeiterin

Weiterhin gibt es keine Spur von der 25-jährigen Frau, die am Donnerstag von einem Hotelschiff auf dem Rhein bei Bonn verschwunden ist. Die Polizei geht davon aus, dass die Frau nicht mehr lebt. Die Hintergründe sind aber weiter unklar.

Die Polizei sucht weiterhin nach der Frau, die vergangenen Donnerstag auf dem Rhein vom Hotelschiff Rhine Princess verschwunden ist. "Wir müssen aufgrund von Zeugenaussagen von der These ausgehen, dass sie nicht mehr lebt", sagt Polizeisprecher Robert Scholten. Beobachter hatten berichtet, dass die 25-Jährige gegen 21.45 Uhr in Höhe der Kennedybrücke von Bord des Schiffes gestürzt sei. Ob es ein Unglück war, ist unklar.

Sofort suchten Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Wasserschutzpolizei und die Besatzung eines Polizeihubschraubers den Fluss- und Uferbereich ab. Sie konnten die Frau aus Indonesien, die auf der Rhine Princess arbeitete, nicht entdecken. Die Polizei bezweifelt nicht, dass die Frau, die offenbar Nichtschwimmerin ist, wirklich in den Rhein gefallen ist. "Wir gehen auch Hinweisen nach, die auf einen Suizid deuten", so Scholten. Zunächst hatte man den Verdacht, dass ein 42-Jähriger Kollege sie von Bord gestoßen haben könnte. Dieser Tathergang habe sich aber nicht bestätigt. In Abstimmung mit der Bonner Staatsanwaltschaft wurde der Mann kurze Zeit später wieder freigelassen.

Laut Scholten habe man die Polizeibehörden flussabwärts des Rheins über den Fall informiert. "Wir haben aber bislang keine Rückmeldung erhalten." Gegen das Überleben der Frau spräche, dass nicht nur die Strömung, sondern auch die Wassertemperatur tödlich seien.

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