Club Bonn: Gleis 8 öffnet im früheren Sofa an der Maximilianstraße

Gleis 8 : Neuer Nachtclub öffnet in Bonner Innenstadt

Die Bonner Clubszene ist um eine Lokalität reicher: Im ehemaligen Sofa an der Maximilianstraße haben die Betreiber des Carpe Noctem das Gleis 8 geschaffen. Mit ihm soll ein neuer Ort für Nischenveranstaltungen geschaffen werden.

Das Sofa am Hauptbahnhof ist Geschichte, es lebe das Gleis 8: Mit ihm soll ein neuer Ort für Nischenveranstaltungen geschaffen werden. So lautet das Konzept der neuen Betreiber an der Maximilianstraße.

Viel am alten Lokal haben Sanela Hadzic (35), Willi Schulz (47) und Martin Kläser (32) vom Carpe Noctem nicht verändern müssen, er sei ja in einem guten Zustand gewesen. "Auch an der Technik musste zum Glück nichts gemacht werden", sagt Schulz. Viel mehr habe man den Fokus auf das Design gelegt, so Hadizic.

"Der Stil im Club sollte erhalten bleiben, daher haben wir die Elemente des Steampunks übernommen und verfeinert", sagt sie. Am Design war Künstler Manfred Dimon beteiligt, der auch schon für Kulissen im Phantasialand und bei "Babylon Berlin" zuständig war. So wurde ein Raum zu einem Waggon mit Sitzabteilen umgestaltet. Der vorherige Besitzer Guido Hupfer (50) und die drei neuen Eigentümer kannten sich schon aus dem Carpe Noctem. "Guido hat uns damals die Anlage eingebaut", sagt Schulz. Hupfer selbst konnte nur noch selten im Sofa vor Ort sein und hatte deswegen beschlossen, den Club zu verkaufen. "Ich hatte aufgrund meiner Technikfirma nicht mehr die Zeit, mich weiter um das Sofa kümmern zu können", so Hupfer.

"Wir haben nicht lange überlegt und direkt angenommen. Das ist ein schöner Club, und wir haben ihn jetzt noch mehr verschönert", meint Schulz. "Außerdem ist das Carpe Noctem ja in unmittelbarer Nähe, so ist eine gute Organisation gewährleistet", sagt Hadzic.

Geplant sind zunächst drei Jahre Laufzeit. So soll Gleis 8 vor allem Nischenveranstaltungen ansprechen, wie Hadzic ausführt: "Wir möchten den Subkulturen in Bonn die Chance geben, Partys zu feiern", sagt sie. So soll es Latin-, Rock- und Hip-Hop-Partys geben. Auch eine in Bonn "so dringend erforderliche" Elektroparty sei für den ersten und letzten Samstag im Monat geplant. Hierbei wollen die Betreiber etwas Neues ausprobieren: "Wir möchten Elektropartys ganz im Stil eines Festivals designen und somit dem Besucher mit passender Dekoration ein neues Partygefühl vermitteln", sagt Hadzic.

"Wer also tolle Veranstaltungen hat, kann sich gerne bei uns melden", so Hadzic. Damit seien auch Konzerte gemeint. Die Kultur solle halt eine Plattform bekommen. Studentenpartys soll es auch geben. So feiern die Fachschaften Geodäsie und Medizin ihr Semesteropening im Gleis 8.

Der Name des Clubs ergibt sich übrigens aus der Nähe zum Hauptbahnhof und aus der Hausnummer 8. Geöffnet ist immer freitags und samstags von 22 bis 6 Uhr.

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