Vertragsverlängerung: TJ DiLeo bleibt bei den Telekom Baskets Bonn

Vertragsverlängerung : TJ DiLeo bleibt bei den Telekom Baskets Bonn

Der Publikumsliebling bleibt den Bonnern erhalten: TJ DiLeo unterschreibt für weitere zwei Jahre bei den Telekom Baskets Bonn. Die Verträge mit dem Trainerteam Krunic und O'Shea werden ebenfalls verlängert.

Wer zwischen Oktober und Juni erfolgreich sein will, muss im Sommer puzzeln. Den Telekom Baskets ist es gelungen, den Vertrag mit einem begehrten Puzzleteil zu verlängern: Anthony TJ Di Leo bleibt zwei weitere Jahre Bonner. Der Deutsch-Amerikaner hatte nach einer starken Saison in den Playoffs mit teilweise überragenden Leistungen im Spielaufbau unterstrichen, wie wichtig er für die Baskets ist und in der Prioritätenliste der Baskets-Verantwortlichen ganz weit oben gestanden.

"TJ war und ist eine absolute Bereicherung für uns, ein einwandfreier Charakter und auf dem Feld immer da, wenn und wo er gebraucht wird", sagt Baskets-Sportmanager Michael Wichterich. "Er ist einer der sozialen Anker innerhalb der Mannschaft gewesen und hat sich in der vergangenen Saison zu einer Führungspersönlichkeit entwickelt. Entsprechend freuen wir uns, TJ weiter als wichtigen Teil des Teams an Bord zu haben."

Und auch eine zweite Vertragsverlängerung ist in trockenen Tüchern: Nachdem sich der Vertrag von Cheftrainer Predrag Krunic bei Erreichen der Playoffs automatisch um ein Jahr verlängert hatte, unterschrieb nun Co-Trainer Chris O'Shea einen Kontrakt bis 2019.

"Wir haben hier einen ausgezeichneten Standort, der infrastrukturell und organisatorisch auf einem sehr hohen Level ist", sagt O'Shea. "Dennoch glaube ich, dass wir aus unseren Möglichkeiten noch mehr herausholen können. Daran will ich mitwirken." Baskets-Sportmanager Michael Wichterich erklärte: "Chris hat sowohl in sportlich schwierigen als auch spannenden Phasen seine Professionalität und Loyalität unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit Predrag Krunic bildet er ein sich exzellent ergänzendes Trainergespann." O'Shea war von Mathias Fischer in dessen zweitem Trainerjahr von den Swans Gmunden aus Österreich nach Bonn geholt worden und blieb im Trainerteam die Konstante, nachdem man sich von Fischer trennte und dessen Nachfolger Silvano Poropat drei Tage vor Saisonbeginn 2016 aus gesundheitlichen Gründen ausschied.

Vom Backup zum Fanliebling

Poropat hatte den Kader zusammengestellt, den Krunic in die Playoffs führte und damit die Messlatte recht hoch gelegt. Insofern ist die Vertragsverlängerung mit DiLeo ein Erfolg für die Baskets-Verantwortlichen, die "größtmögliche Konstanz", so Wichterich, als Ziel für die Vertragsverhandlungen ausgegeben hatten.

Nach dem verletzungsbedingten Aus von Spielmacher Konstantin Klein hatte DiLeo, der eigentlich für die Backup-Rolle von Ryan Thompson als Shootingguard verpflichtet worden war, zuverlässig im Spielaufbau ausgeholfen und sich kontinuierlich verbessert. Darin gipfelnd, dass er nach dem Ausfall des etatmäßigen Spielmachers Josh Mayo wegen muskulärer Probleme in der Playoff-Serie gegen Bamberg übernahm, und seine Sache so gut machte, dass sich die Bezeichnung "Ersatz" verbot.

"Da ist eine starke Bindung"

Allerdings weckte DiLeo sicher auch anderswo Begehrlichkeiten, da er neben seinen aufgeblühten basketballerischen Fähigkeiten einen deutschen Pass zu bieten hat. Die Leistungsexplosion dürfte den 26-Jährigen, der vor der Saison von den Giessen 46ers nach Bonn gewechselt war, also nicht preiswerter gemacht haben. Dennoch setzten sich die Baskets durch.

DiLeo hatte schon vor den Playoffs im Gespräch mit dem GA erklärt: "Es war eine gute Entscheidung, nach Bonn zu kommen. Es ist ein Top-Club, der das Herz am rechten Fleck hat. Ich würde sehr gerne hier bleiben", sagte er nach Auswärtssieg in Bamberg, den er mit einem Freiwurf besiegelt hatte. Ein Bonner Pluspunkt war dabei auch Krunic. "Er hat mir beigebracht, mein eigenes Spiel zu entdecken und zu entwickeln - und mich darin immer ermutigt. Früher habe ich immer nur versucht, andere in Szene zu setzen. Die vielleicht größte Qualität von Coach Krunic ist die Art und Intensität, mit der er seine Spieler erreicht. Da ist eine starke Bindung."

Bisher im Kader für 2017/18: Konstantin Klein, TJ DiLeo, Yorman Polas Bartolo, Johannes Richter.

Mehr zu den Telekom Baskets Bonn unter www.ga-bonn.de/baskets

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