Konkurrenz im Team

Kommentar

Es ist ein mühsames und wahrscheinlich auch aussichtsloses Unterfangen für Sebastian Vettel, in diesem Jahr noch Weltmeister zu werden. Der Rückstand auf den WM-Führenden Jenson Button ist auch nach dem Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring noch sehr groß.

Der Heppenheimer muss schon auf einen Leistungsbeinbruch bei Button hoffen, um noch entscheidend aufholen zu können - oder auf Ausfälle.

Dazu kommt die starke Konkurrenz im eigenen Team durch Mark Webber. Der Australier ist kein Edel-Domestike wie es zu Zeiten Michael Schumachers bei Ferrari ein Eddie Irvine war, der bereitwillig Platz machte, wenn sein Meister Punkte brauchte.

Webber ist bei Red Bull gleichberechtigt und hat wie Vettel noch Chancen, den Titel zu holen. Und so lange muss der Deutsche befürchten, dass ihm sein Teamkollege Punkte wegnimmt.

So wie man Vettel bisher kennengelernt hat, wird er sich dieser Konkurrenz ohne Murren stellen, denn sie kann seiner weiteren Entwicklung nur förderlich sein. Und wer weiß, gemeinsam kann das Duo Jenson Button vielleicht doch noch entscheidend unter Druck setzen.

Am Ende käme man bei Red Bull aber nicht um die Entscheidung herum, sich für den Fahrer mit der besseren Ausgangsposition zu entscheiden. Vielleicht ist das dann Vettel.

Und wenn nicht, der 22-Jährige hat noch viele Jahre Zeit, sich seinen großen Traum zu erfüllen. Wenn nicht mit Red Bull, dann mit einem anderen Team.

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