"Köln Cup": Trainer der Haie bedauert Abschneiden im Turnier

"Köln Cup" : Trainer der Haie bedauert Abschneiden im Turnier

Mike Stewart hätte den "Köln Cup" als neuer Trainer der Kölner Haie gerne gewonnen. Im Trainingslager in Südtirol geht es ab Dienstag nun an den taktischen Feinschliff.

In der großen Welt des Eishockeys ist der „Köln Cup“ nur ein winzig kleiner Titel. Mike Stewart hätte das erste Vorbereitungsturnier als neuer Trainer der Kölner Haie trotzdem gerne gewonnen. Das wurde am Sonntag im inoffiziellen Finale gegen Rögle BK aus Schweden deutlich, als der Austro-Kanadier rund zwei Minuten vor dem Ende beim Stand von 1:1 Gustaf Wesslau zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers aus dem Gehäuse holte. Der Mut Stewarts, dessen Team zum Turniersieg einen Erfolg nach regulärer Spielzeit benötigt hätte, wurde nicht belohnt. Im direkten Gegenzug traf Mattias Sjögren mit seinem zweiten Treffer ins verwaiste Kölner Tor zur 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)-Niederlage der Gastgeber. Trotzdem war Stewart zufrieden mit dem, was er nach zwei Wochen Eistraining zu sehen bekommen hatte: „Die Jungs haben mit Biss und Entschlossenheit gespielt und waren bereit, hart zu arbeiten.“

Zudem bot das Turnier, bei dem sich die Kölner nach dem 3:2-Auftaktsieg über die Tigers Langnau den Graz 99ers am Samstag mit 4:5 nach Verlängerung geschlagen geben mussten (Tore: Palka, Oblinger, Akeson und Neuzugang Bast), vier Wochen vor Saisonbeginn erste personelle Erkenntnisse. In der Verteidigung deuteten die laufstarken Neuzugänge Kevin Gagné (zum besten Haie-Spieler des Turniers gewählt) und Jakub Kindl an, dass sie echte Verstärkungen darstellen könnten. Der dritte Neue im Bunde, Taylor Aronson, agierte vergleichsweise unauffällig. Pascal Zerressen scheint dagegen um seinen Platz bangen zu müssen. Der jahrelang etablierte Verteidiger gehörte in allen drei Partien nicht zu den ersten sechs Defensivspielern. Stewart setzte stattdessen auf den jungen Colin Ugbekile (19), wiegelte aber später ab: „Nichts ist fix.“

Im Angriff sind Sebastian Uvira und Alexander Oblinger nach schweren Verletzungen auf einem guten Weg, ihre alte Spritzigkeit zurückzuerlangen. Trotzdem könnte die Tiefe in der Offensive zu einem Thema werden. Als neben dem rekonvaleszenten Marcel Müller gegen Langnau auch Neuzugang Zach Sill angeschlagen fehlte, lief Oblinger in der vierten Reihe neben gleich zwei Youngstern – Mick Köhler und Robin Palka – auf. Neuerwerbung Jon Matsumoto wartet derweil noch auf sein erstes Tor im Trikot der Haie, für die gegen den alten und neuen Titelträger Rögle Ben Hanowski den Ausgleich markierte (23.).

Im Trainingslager in Südtirol geht es ab Dienstag nun an den taktischen Feinschliff. Beim Vinschgau Cup am kommenden Wochenende bietet sich den Kölnern zudem die nächste Möglichkeit, einen Titel zu gewinnen. Wenn auch erneut nur einen kleinen.

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