Masterplan Innenstadt: Wettbewerb um Ideen für das Rheinbacher Filetstück

Masterplan Innenstadt : Wettbewerb um Ideen für das Rheinbacher Filetstück

Die Mehrheitsfraktion von CDU und FDP formuliert ihre Zielsetzungen zur Entwicklung des Pallotti-Areals. Alle Generationen sollen auf der 30 000 Quadratmeter großen Brachfläche ihre Wohnträume verwirklichen können.

Eine große Leere herrscht derzeit noch dort vor, wo in Rheinbach in großem Stil neuer Wohnraum entstehen soll. Rund 30 000 Quadratmeter misst die Brachfläche an der Pallottistraße. Weil es noch keinen Bebauungsplan für das Gelände gibt, kann selbst der Eigentümer, die Kölner BPD Immobilienentwicklung GmbH, nicht sagen, wie viele Häuser und Wohnungen entstehen. Die Mehrheitsfraktionen von CDU und FDP im Rat haben jetzt einen Kriterienkatalog für die Entwicklung des gesamten Areals formuliert. Die Koalitionspartner wollen, dass bestimmte Kriterien bei der Planung Berücksichtigung finden.

Die Grundlage allen Handels sei der bestehende Masterplan Innenstadt. Um ein „innovatives Vorzeigeprojekt für Rheinbach entstehen“ zu lassen, solle ein Wettbewerb ausgeschrieben werden, der unterschiedliche Ideen zutage fördere. CDU und FDP unterstreichen in ihrer Kriteriensammlung ausdrücklich, dass die Planungshoheit für alle Schritte der Entwicklung des Pallotti-Areals letztlich beim Rheinbacher Stadtrat liege – und nicht beim Investor. Wichtigstes Ziel der Entwicklung dieses Filetstücks im Zentrum der Glasstadt sei die Schaffung von Wohnraum, so Christ- und Freidemokraten. Denkbar seien Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäuser für viele Generationen – unter Einbeziehung der Errichtung einer Seniorenresidenz.

Entstehen soll eine urbane, aber verträgliche Verdichtung der Wohnraumbebauung. Die derzeit noch schulisch genutzten Räume des früheren Vinzenz-Pallotti-Kollegs sollen erhalten bleiben, um die Deckung des Schulraumbedarfes in Rheinbach zu gewährleisten. Ebenso sollen die Turnhalle, die denkmalgeschützte Schönstadtkapelle und die Pallottikirche erhalten bleiben. Letztere könne für eine „kulturelle und/oder kommerzielle Nutzung“ umgewidmet werden.

Die Schaffung eines Medizinzentrums nennen CDU und FDP ebenso als Entwicklungsziel für das Areal. Und: In Sachen Verkehr sollen „neue Mobilitätskonzepte unter Einbeziehung der Elektromobilität und die gleichwertigen Interessen aller Verkehrsteilnehmer Berücksichtigung finden“, heißt es in dem Papier.