Generationenwechsel nach 24 Jahren: Bornheimer Malteser bekommen neuen Geschäftsführer

Generationenwechsel nach 24 Jahren : Bornheimer Malteser bekommen neuen Geschäftsführer

Die Bornheimer Malteser verabschieden die Stadtbeauftragte Adelheid von Groote und Geschäftsführer Ulrich Werner. Nachfolger sind Robert Faßbender und Daniel Siebert.

Bereits Anfang des Jahres hat sich bei der Bornheimer Gliederung des Malteser Hilfsdienstes ein Generationenwechsel vollzogen: Die langjährige Stadtbeauftragte Adelheid von Groote (75) gab ihr Amt altersbedingt ab, und auch Geschäftsführer Ulrich Werner (40) kann seine Aufgabe wegen eines Wohnortwechsels nicht mehr wahrnehmen.

Am Samstag wurden die beiden nach einer Heiligen Messe in der Kirche St. Michael Waldorf bei einer kleinen Feier offiziell verabschiedet. Für die Bornheimer Malteser bedeutet das Ausscheiden Adelheid von Grootes, die auch Diözesanoberin im Erzbistum Köln war, einen Einschnitt. „Sie haben viel aufgebaut, viel geleistet und sind uns allen ein Vorbild“, erklärte ihr Nachfolger Robert Faßbender (25). Als sein Stellvertreter fungiert Marcel Sieger.

Auch von Grootes Neffe, der stellvertretende Diözesanleiter Magnus von Canstein, fand nur anerkennende Worte für seine Tante, die sich 24 Jahre in Bornheim engagierte und vieles bewegt hat. Gemeinsam mit der Diözesanoberin Alexandra Bonde überreichte er ihr die Malteser Dienstplakette in Silber.

Die Jugendarbeit war ihr wichtig

„Danke, dass ich so lange eure Stadtbeauftragte sein durfte“, sagte von Groote, die vor allem das „Zwischenmenschliche“ in guter Erinnerung behalten wird. „Es ist wie eine große Familie.“

Statt eines „üblichen Geschenks“ für sie soll 2019 symbolisch die traditionelle Jugendfreizeitfahrt gesponsert werden. Eine Fotocollage soll sie außerdem an ihre aktive Zeit in Bornheim erinnern. „Adelheid von Groote hat sich immer sehr für die Jugendarbeit eingesetzt, daher passt diese Geste“, erklärte Daniel Siebert (28).

Er übernahm das Amt des Geschäftsführers, Stellvertreter ist Roman Konertz. Das neue Führungsquartett der Bornheimer ist sehr jung. „Das Durchschnittsalter liegt bei 27 Jahren. Das Wort 'Generationenwechsel' ist also durchaus wörtlich zu nehmen“, meinte Siebert, der über den Schulsanitätsdienst der Europaschule zu den Maltesern kam.

Als „tolle Initiative“ für die Jugendarbeit bewertet er die vom Bornheimer Stadtjugendring gestartete Aktion „Jugend trifft auf Blaulicht“, um Nachwuchs für Hilfsorganisationen zu gewinnen. „Es haben bereits vier Jugendliche Interesse bekundet, und auch zwei erwachsene Interessenten sind auf uns zugekommen.“

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