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Bildung: Mehr Geld für Bornheims Schulsozialarbeit

Bildung : Mehr Geld für Bornheims Schulsozialarbeit

Die Stadtverwaltung will das bestehende Angebot in der Schulsozialarbeit ausweiten und eine dritte Stelle schaffen. Das würde Mehrkosten in Höhe von rund 26.000 Euro pro Jahr bedeuten. Anfang November beschäftigt sich der Fachausschuss mit dem Thema.

Die Schulsozialarbeit in Bornheim soll nicht nur fortgeführt, sondern auch intensiviert werden. Mit diesem Vorschlag der Stadtverwaltung setzt sich die Kommunalpolitik Anfang November auseinander. Ein entsprechender Tagesordnungspunkt findet sich auf der Agenda der kommenden Sitzung des Ausschusses für Schule, Soziales und demographischen Wandel.

Derzeit findet die Sozialarbeit an vier Bornheimer Grundschulen statt: an der Sebastian-Schule in Roisdorf, der Johann-Wallraf-Schule in Bornheim, der Nikolaus-Schule in Waldorf sowie an der Walberberger Thomas-von-Quentel-Schule. Das externe Fachpersonal ist nicht nur Ansprechpartner für Lehrer, sondern auch für Eltern und Kinder – vor allem aus benachteiligten Familien. Die Sozialarbeiter sind unter anderem Hauptansprechpartner, wenn es um die Beantragung von Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) geht. Ferner gehören Projekte in den Bereichen Gewaltprävention, Sport, Kultur und Freizeit, Hausaufgabenhilfe und Klassenbegleitungen zum Angebot.

Träger der Leistung für die Stadt Bornheim ist die Katholische Jugendagentur Bonn (KJA), die dafür zwei Vollzeitkräfte angestellt hat. Die beiden Sozialarbeiter Christian Brackhagen und David Meyn sind aber nicht nur in den genannten Schulen, sondern auch im Stadtteilbüro, Fußkreuzweg 1, anzutreffen.

Früher einmal wurde die Schulsozialarbeit aus Bundesmitteln bezahlt. Mittlerweile werden die Kosten hierfür zu 60 Prozent vom Land NRW übernommen, 40 Prozent muss die Stadt Bornheim selbst bezahlen. Laut Stadtverwaltung bedeuten 40 Prozent genau 2164 Euro im Monat pro volle Stelle. Bei zwei Stellen sind das 51.936 Euro im Jahr. Aktuell ist die Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit allerdings nur bis zum Jahresende gesichert.

Bedarf an allen Grundschulen und insbesondere an der Verbundschule

Wie die Stadtverwaltung in den vorliegenden Unterlagen zur Ausschusssitzung weiter ausführt, ist die Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen für die Jahre 2019 und 2020 gesichert. Im Entwurf für den Doppelhaushalt der Stadt für die beiden Jahre sind die entsprechenden Summen ebenso veranschlagt worden. Die Politik muss entscheiden, ob das Geld dafür nun auch ausgegeben werden soll. Aber eben nicht nur das. So schreibt die Stadtverwaltung in den Sitzungsunterlagen: „Der Bedarf der Schulsozialarbeit besteht aber in unterschiedlicher Intensität an allen Grundschulen und insbesondere auch an der Verbundschule.“

Deshalb soll nach dem Willen der Stadt ein dritter Vollzeitmitarbeiter her. Eine von der Stadt Bornheim erbetene Prüfung durch die Kreisverwaltung habe ergeben, dass das Land auch eine dritte Stelle bezuschussen würde. Für die Stadt würde das wiederum Mehrkosten von 25.968 Euro pro Jahr bedeuten. Diese könnten nach Angaben der Verwaltung allerdings über die vom Land bereitgestellte Inklusionspauschale beglichen werden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen ließen dies zu.

Nach dem Willen der Stadt soll die Katholische Jugendagentur auch mit der Besetzung der zusätzlichen Stelle betraut werden, „um eine gleichmäßige Wahrnehmung der Schulsozialarbeit in Bornheim zu gewährleisten“. Sodann will die Verwaltung ein Konzept erstellen, wie die Sozialarbeiter auf die insgesamt acht Grundschulen im Stadtgebiet sowie die Verbundschule in Uedorf zeitlich aufgeteilt werden sollen.

Der Bornheimer Ausschuss für Schule, Soziales und demographischen Wandel tagt am Dienstag, 6. November, ab 18 Uhr im Ratssaal des Bornheimer Rathauses. Der Tagesordnungspunkt zur Schulsozialarbeit ist öffentlich.