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Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasium: Jugendliche lösen mutwillig Alarm aus

Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasium : Jugendliche lösen mutwillig Alarm aus

Die Polizei verzeichnet im Oktober rund 20 Einsätze am Bornheimer Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. Rädelsführer soll ein 14-Jähriger sein.

Die Polizei und die Stadt Bornheim werden aktuell von einer Gruppe Jugendlicher in Atem gehalten, die regelmäßig das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium (AvH) heimsucht.

Wie Simon Rott von der Pressestelle der Bonner Polizei auf Anfrage des General-Anzeigers sagte, habe es im Oktober dort bislang rund 20 Einsätze gegeben. Überwiegend sei es darum gegangen, dass die Jugendlichen – außerhalb der Unterrichtszeiten – durch mutwilliges Rütteln an etwa Zäunen die Alarmanlage der Schule an der Adenauerallee ausgelöst hätten. Diese soll bis ins benachbarte Wohnstift Beethoven zu hören sein. Wie Bornheims Bürgermeister Wolfgang Henseler ergänzte, sei aber wohl auch versucht worden, Feuer zu machen.

Es gab bereits eine sogenannte Gefährderansprache

„Das Problem ist bekannt“, betonte Rott – ebenso wie die im Verdacht stehenden rund zehn Jugendlichen. Wie er weiter berichtete, soll es sich bei dem Rädelsführer um einen 14-Jährigen handeln. Dieser habe bereits eine sogenannte Gefährderansprache erhalten. Das bedeutet, dass Polizisten ihm klargemacht haben, dass man ihn und sein Verhalten im Blick habe und er dieses tunlichst abstellen sollte, sonst habe das Konsequenzen. Weitere Gefährderansprachen an Mitglieder der Gruppe sollten noch folgen, so Rott.

Darüber hinaus habe am Freitag ein Treffen von Vertretern der Polizei, dem städtischen Ordnungsamt sowie anderer Vertreter der Stadtverwaltung stattgefunden. Die Vorfälle am AvH seien auch ein Fall für die Ordnungspartnerschaft zwischen Stadt und Polizei. Wie berichtet, hatten Henseler und Bonns Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa diese Ende August unterzeichnet.

Um das Ganze in den Griff zu bekommen, setzen Stadt und Polizei auf verschiedene Maßnahmen. „Es wird verstärkt Streifendienst gefahren“, sagte Rott. Laut Henseler kontrollierten außerdem ein privater Wachdienst sowie der Ordnungsaußendienst regelmäßig die Schule. Zudem wolle man das Gelände einsehbarer machen, etwa durch eine andere Beleuchtung oder verstärkten Grünschnitt.